Wichtig
Conversational Search ist das dominierende Suchverhalten in ChatGPT, Google AI Mode und Perplexity. Die durchschnittliche AI-Mode-Suchanfrage ist 3x so lang wie eine traditionelle Suche. Follow-up-Anfragen wachsen um 40% pro Monat. Die Ära der Keyword-Suche weicht der Ära des Gesprächs.
Wie Conversational Search funktioniert
Conversational Search unterscheidet sich fundamental von der klassischen Keyword-Suche:
- Natürliche Sprache: Nutzer formulieren vollständige Fragen und Sätze statt Keyword-Fragmente
- Kontext wird beibehalten: Das System erinnert sich an vorherige Fragen und versteht Folgefragen im Zusammenhang
- Mehrstufige Gespräche: Nutzer verfeinern, vertiefen und erweitern ihre Suche über mehrere Runden
- Multimodaler Input: Neben Text werden Bilder, Sprache und sogar Videos als Suchkontext verwendet
- Personalisierung: Die Antworten werden auf den Nutzerkontext und die Gesprächshistorie zugeschnitten
Beispiel einer konversationellen Suche
- Suche 1: «Wanderung Zürich»
- Suche 2: «Wanderung Uetliberg Dauer»
- Suche 3: «Uetliberg Restaurant»
- Anfrage: «Ich möchte am Samstag eine leichte Wanderung in der Nähe von Zürich machen, etwa 2-3 Stunden, mit einem guten Restaurant am Ziel. Was empfiehlst du?»
- Follow-up: «Gibt es dort auch Spielplätze? Wir haben zwei kleine Kinder dabei.»
- Follow-up: «Perfekt. Wie komme ich mit dem ÖV hin?»
Wo Conversational Search stattfindet
ChatGPT
ChatGPT ist das bekannteste Beispiel für Conversational Search. Nutzer stellen Fragen in natürlicher Sprache, erhalten Antworten und vertiefen das Gespräch mit Folgefragen. Seit der Integration von Websuche (über Bings Index) liefert ChatGPT auch aktuelle Informationen mit Quellenlinks.
Google AI Mode
Perplexity
Perplexity kombiniert konversationelle Suche mit quellenbasiertem Recherchieren. Jede Antwort enthält nummerierte Quellen-Zitationen — ideal für Nutzer, die Tiefe und Nachvollziehbarkeit suchen.
Voice Search (Sprachsuche)
Conversational Search und Long-Tail-Keywords
- Short-Tail: «SEO Agentur» (2 Wörter, vage Intention)
- Long-Tail: «Welche SEO Agentur in Zürich ist für KMU geeignet und bietet auch GEO an?» (konversationell, spezifisch, klare Intention)
Die Zahlen: Wie sich Suchverhalten verändert
- AI-Mode-Suchanfragen sind 3x länger als klassische Suchen
- Follow-up-Anfragen wachsen um 40% pro Monat
- 1 von 6 Anfragen ist multimodal (Bild, Sprache, Video)
- Bildsuchen wachsen um 40% pro Monat
- Die Top-5 Keywords im AI Mode: Find, Information, Identify, Explain, Summarize
- Die Top-5 Startwörter: What, How, I, Is, Can
- Planungsanfragen wachsen 80% schneller als der Durchschnitt
So optimieren Sie für Conversational Search
- 1Natürliche Sprache verwenden: Schreiben Sie, wie Menschen sprechen — nicht wie Suchmaschinen lesen. Formulieren Sie Überschriften als Fragen
- 2FAQ-Strukturen aufbauen: Fragen und Antworten in natürlicher Sprache — die häufigsten Kundenfragen sind perfekte Conversational-Search-Inhalte
- 3Thematische Tiefe bieten: Content-Cluster, die ein Thema umfassend abdecken — für jede mögliche Folgefrage eine Antwort bereithalten
- 4Long-Tail-Keywords priorisieren: Spezifische Fragen mit klarer Intention beantworten — «Wie finde ich eine gute SEO Agentur in der Schweiz?» statt nur «SEO Agentur»
- 5Kontext bereitstellen: Jede Seite sollte genügend Kontext enthalten, damit AI-Systeme sie in einem Gespräch referenzieren können — auch ohne den vorherigen Gesprächsverlauf
- 6Multimodale Inhalte erstellen: Bilder, Videos und visuelle Erklärungen für die 1 von 6 multimodalen Anfragen
- 7Lokale Konversationen bedienen: «Wo finde ich in Zürich...», «Welcher Anbieter in der Schweiz...» — lokale konversationelle Anfragen wachsen stark
“Conversational Search ist nicht ein Feature von ChatGPT oder Google — es ist die Art, wie die nächste Generation sucht. Wer seine Inhalte für Gespräche statt für Keywords optimiert, gewinnt in jeder Suchmaschine.”
Fazit

CEO, MIK Group
Maxi Maxhuni ist CEO der MIK Group und Experte für Suchmaschinenoptimierung und digitale Wachstumsstrategien. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Online-Marketing hilft er Schweizer KMU, ihre digitale Sichtbarkeit nachhaltig zu steigern.