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Large Language Model (LLM)

Ein Large Language Model (LLM) ist ein KI-System, das menschliche Sprache versteht und generiert. ChatGPT, Claude und Gemini basieren auf LLMs.

Maxi Maxhuni
Maxi MaxhuniCEO
Aktualisiert: 9. Juni 2026
Large Language Model (LLM)
Ein Large Language Model (LLM) ist ein Typ von künstlicher Intelligenz, der auf riesigen Textmengen trainiert wurde und dadurch menschliche Sprache verstehen, interpretieren und generieren kann. Wenn Sie mit ChatGPT chatten, Claude eine Frage stellen oder Google Gemini um Hilfe bitten — in jedem Fall interagieren Sie mit einem LLM.

Wichtig

Einfach erklärt: Ein LLM ist wie ein extrem belesener Assistent, der Milliarden von Texten gelesen hat und daraus gelernt hat, Sprache zu verstehen und sinnvolle Antworten zu formulieren. Es «denkt» nicht wie ein Mensch — es berechnet, welches Wort statistisch als nächstes am wahrscheinlichsten passt.

Wie funktioniert ein LLM?

LLMs basieren auf einer Architektur namens Transformer, die 2017 von Google entwickelt wurde. Das Grundprinzip ist überraschend einfach:
  1. 1Training: Das Modell wird mit Milliarden von Texten aus dem Internet, Büchern, Artikeln und anderen Quellen gefüttert
  2. 2Mustererkennung: Dabei lernt es Sprachmuster, Zusammenhänge und Wissen — von Grammatik über Fakten bis hin zu logischen Verknüpfungen
  3. 3Vorhersage: Bei einer Anfrage berechnet das Modell Token für Token (Wort für Wort), welche Antwort am wahrscheinlichsten korrekt und hilfreich ist
  4. 4Fine-Tuning: Durch zusätzliches Training mit menschlichem Feedback (RLHF) wird das Modell auf hilfreiche, sichere und korrekte Antworten optimiert
Das «Large» in Large Language Model bezieht sich auf die Grösse: Moderne LLMs haben Hunderte von Milliarden Parametern — das sind die internen Stellschrauben, die das Modell während des Trainings anpasst. Je mehr Parameter, desto nuancierter kann das Modell Sprache verstehen.

Die wichtigsten LLMs im Überblick

ChatGPT (OpenAI)

Das bekannteste LLM, entwickelt von OpenAI. Aktuell basiert ChatGPT auf den Modellen GPT-4o und GPT-4.5. Mit über 400 Millionen monatlichen Nutzern ist ChatGPT das meistgenutzte AI-Tool weltweit. Es kann Texte schreiben, Fragen beantworten, Code generieren, Bilder erstellen und seit 2025 auch das Web durchsuchen — dabei nutzt es Bings Index.

Claude (Anthropic)

Entwickelt von Anthropic, einem AI-Sicherheitsunternehmen. Claude ist bekannt für besonders lange Kontextfenster (bis zu 200'000 Tokens), sorgfältige Antworten und einen starken Fokus auf Sicherheit. Claude wird zunehmend in Unternehmensanwendungen eingesetzt und ist das Modell hinter Claude Code und der Claude API.

Gemini (Google)

Googles LLM-Familie, die direkt in die Google-Suche integriert ist. Gemini 3.5 Flash ist seit Mai 2026 das Standard-Modell hinter Google AI Mode. Gemini ist multimodal — es versteht Text, Bilder, Audio und Video gleichzeitig. Über 1 Milliarde Menschen nutzen Gemini indirekt über Google AI Mode.

Weitere wichtige LLMs

  • Llama (Meta): Open-Source-LLM von Meta, das frei verwendet und angepasst werden kann
  • Mistral: Europäisches Open-Source-LLM aus Frankreich, bekannt für Effizienz
  • Perplexity: Nutzt verschiedene LLMs kombiniert mit Echtzeit-Websuche für quellenbasierte Antworten
  • Microsoft Copilot: Basiert auf OpenAIs Modellen, integriert in Microsoft-Produkte und nutzt Bings Index

Warum LLMs für SEO relevant sind

LLMs verändern die Suchlandschaft fundamental — und damit die gesamte SEO-Disziplin:

1. LLMs generieren Suchantworten

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Google AI Overviews, ChatGPT-Suche und Perplexity nutzen LLMs, um direkte Antworten auf Suchanfragen zu generieren. Statt einer Liste von 10 Links bekommen Nutzer eine zusammengefasste Antwort mit wenigen ausgewählten Quellen. Wer als Quelle zitiert wird, gewinnt Sichtbarkeit. Wer nicht zitiert wird, verliert.

2. LLMs verändern die Suchintention

Mit LLMs suchen Menschen anders. Suchanfragen werden länger, konversationeller und komplexer. Statt «Zahnarzt Zürich» fragen Nutzer: «Hilf mir einen Zahnarzt in Zürich zu finden, der Angstpatienten behandelt und am Samstag Termine hat.» Das hat direkte Auswirkungen auf die Keyword-Strategie.

3. LLMs brauchen strukturierte Informationen

LLMs arbeiten am besten mit klar strukturierten, autoritativen und vertrauenswürdigen Inhalten. Strukturierte Daten, E-E-A-T-Signale und eine konsistente Online-Präsenz helfen LLMs, Ihr Unternehmen zu verstehen und als Quelle zu empfehlen.

4. Jedes LLM hat andere Datenquellen

Ein häufiger Fehler: Alle LLMs gleich zu behandeln. In Wahrheit nutzt jedes LLM andere Quellen:

  • Google Gemini / AI Overviews: Googles eigener Suchindex (RAG-basiert)
  • ChatGPT: Bings Index für Websuche + Trainingsdaten
  • Claude: Primär Trainingsdaten, begrenzte Websuche
  • Perplexity: Eigenes Crawling + multiple Suchquellen
  • Copilot: Bings Index
Für maximale AI-Sichtbarkeit müssen Unternehmen deshalb über Google hinaus optimieren — einschliesslich Bing, breiter Web-Präsenz und starker Entitätserkennung.

LLMs vs. klassische Suchmaschinen

  • Klassische Suche: Crawlt Webseiten → indexiert sie → zeigt eine Linkliste als Ergebnis → Nutzer klickt und findet die Antwort auf der Website
  • LLM-basierte Suche: Versteht die Frage → ruft relevante Quellen ab → generiert eine zusammengefasste Antwort → Nutzer bekommt die Antwort direkt, mit optionalen Quellenlinks
Der fundamentale Unterschied: Bei LLM-basierter Suche muss Ihre Website nicht mehr besucht werden, damit der Nutzer Ihre Information erhält. Ihre Inhalte werden extrahiert, zusammengefasst und in der AI-Antwort präsentiert. Das macht Answer Engine Optimization (AEO) zur neuen Disziplin neben klassischem SEO.

Was Schweizer Unternehmen über LLMs wissen müssen

  • LLMs sind keine Zukunftsmusik: Über 1 Milliarde Menschen nutzen Google AI Mode monatlich. ChatGPT hat 400+ Millionen Nutzer. LLMs beeinflussen jetzt, wie Ihre Kunden Sie finden.
  • Ihre Inhalte sind LLM-Futter: Alles, was öffentlich im Web steht, kann von LLMs verarbeitet werden. Qualität, Struktur und Autorität bestimmen, ob Sie zitiert oder ignoriert werden.
  • Die Schweiz ist mehrsprachig: LLMs verstehen Deutsch, Französisch und Italienisch — optimieren Sie für alle relevanten Sprachen Ihres Marktes.
  • Datenschutz beachten: Schweizer Unternehmen sollten prüfen, welche Daten sie öffentlich machen und wie LLMs diese verwenden. Die neuen GSC-Controls geben erste Kontrollmöglichkeiten.

Fazit

Large Language Models sind die Technologie hinter der grössten Veränderung der Suche seit der Erfindung von Google. ChatGPT, Claude, Gemini und andere LLMs verändern nicht nur, wie Menschen suchen — sie verändern, was es bedeutet, online sichtbar zu sein. Für Unternehmen ist das Verständnis von LLMs keine technische Spielerei, sondern eine geschäftliche Notwendigkeit.
Möchten Sie wissen, wie Ihr Unternehmen von LLMs wahrgenommen wird? Testen Sie Ihre AI-Readiness oder kontaktieren Sie uns für eine umfassende AI-Sichtbarkeitsanalyse.
Maxi Maxhuni

CEO, MIK Group

Maxi Maxhuni ist CEO der MIK Group und Experte für Suchmaschinenoptimierung und digitale Wachstumsstrategien. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Online-Marketing hilft er Schweizer KMU, ihre digitale Sichtbarkeit nachhaltig zu steigern.

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