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AI & SEO

Google AI Mode: So suchen 1 Milliarde Nutzer — und was die Schweiz lernen kann

Googles AI Mode Report zeigt: Suchanfragen verdoppeln sich quartalsweise, Queries sind 3x länger. Was die US-Daten für Schweizer Unternehmen bedeuten.

Maxi Maxhuni
Maxi MaxhuniCEO
21. Mai 2026
10 Min. Lesezeit
Google hat erstmals detaillierte Nutzerdaten zum AI Mode veröffentlicht — basierend auf dem US-Markt, aber mit klaren Signalen, die auch für die Schweiz relevant sind. Die Zahlen sind beeindruckend: Über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, eine Verdoppelung der Suchanfragen pro Quartal und ein fundamentaler Wandel in der Art, wie Menschen suchen.

Wichtig

Die durchschnittliche AI-Mode-Suchanfrage ist 3x so lang wie eine traditionelle Suchanfrage. Menschen übersetzen ihre Gedanken nicht mehr in Keywords — sie stellen einfach ihre Frage.

Bei MIK Group haben wir den 27-seitigen Google-Report analysiert und die wichtigsten Erkenntnisse für Schweizer Unternehmen zusammengefasst. Alle Daten stammen aus Google Trends und internen Google-Search-Daten für den US-Markt (Mai 2025 bis April 2026).

Wie sich das Suchverhalten verändert

Die zentrale Erkenntnis aus Googles Report: AI Mode verändert nicht nur, wie Menschen suchen — es erweitert, was überhaupt suchbar ist.

Suchanfragen werden länger und natürlicher

Menschen formulieren ihre Suchanfragen im AI Mode wie Gespräche — nicht mehr als Keyword-Ketten. Die durchschnittliche AI-Mode-Anfrage ist dreimal so lang wie eine traditionelle Suche. Statt «Zahnarzt Zürich» fragen Nutzer: «Hilf mir einen Zahnarzt in Zürich zu finden, der Angstpatienten behandelt und am Samstag Termine hat.»

Follow-up-Anfragen explodieren

Follow-up-Anfragen im AI Mode sind monatlich um über 40% gewachsen. Nutzer suchen nicht mehr einmal und klicken — sie führen Gespräche, vertiefen Themen und verfeinern ihre Anfragen über mehrere Runden.

Multimodale Suche wächst rasant

Mehr als 1 von 6 AI-Mode-Suchanfragen ist nicht-textbasiert — also Bilder, Sprache oder Video. Bildsuchanfragen wachsen mit über 40% pro Monat seit Launch und sind einer der am schnellsten wachsenden Query-Typen.

Die Top-5 Keywords im AI Mode

  1. 1Find — Nutzer suchen gezielt nach Lösungen
  2. 2Information — Wissenssuche bleibt zentral
  3. 3Identify — Erkennung und Einordnung von Dingen
  4. 4Explain — Erklärungen und Zusammenhänge verstehen
  5. 5Summarize — Zusammenfassungen von komplexen Themen

Wonach Menschen im AI Mode suchen: 5 Kategorien

Google identifiziert fünf Hauptkategorien, in denen AI Mode das Suchverhalten verändert:

1. Explore — Entdecken und Inspirieren

Brainstorming-Anfragen wachsen 30% schneller als AI-Mode-Anfragen insgesamt. Suchanfragen mit «wo sollte ich», «wo kann ich» und «Ideen für» nehmen stark zu. Menschen kommen nicht mehr nur mit einer konkreten Frage — sie kommen, um sich inspirieren zu lassen.

Die Top-Themen bei «wo sollte ich»-Anfragen: Auto reparieren, Shopping, Produkt-Informationen finden, Formulare einreichen, Streaming, Live-Sport, Konzertkarten, Urlaub.

2. Decide — Informierte Entscheidungen treffen

Suchanfragen mit «welches» sind 40% schneller gewachsen als AI-Mode-Anfragen insgesamt in den letzten 6 Monaten. Die häufigsten wachsenden Anfragen: «welches von» und «welches» — Menschen nutzen AI Mode zunehmend als Entscheidungshelfer.

Die Top-10 Shopping-Themen mit Follow-up-Fragen: Elektronik, Bücher/Filme/Musik, Kleidung, Health/Beauty, Automotive, Haus/Garten, Lebensmittel, Heimwerken, Spielzeug, Sport/Outdoor.

Besonders aufschlussreich: Die Top-Attribute, nach denen Nutzer beim Shopping fragen — Preis, Standort, Farbe, Marke, Verfügbarkeit, Grösse, Material, Stil, Typ, Qualität.

3. Learn — Verstehen und Lernen

AI Mode wird zum persönlichen Tutor. Die Top-Fächer für Quizzes und Lernhilfen: Mathematik, Spanisch, Englisch, Geschichte, Biologie, Chemie. Aber auch professionelle Zertifikate werden gesucht: Security+, Network+, Anwaltsprüfung, Immobilienlizenz, CPA.

4. Do — Aufgaben erledigen

Planungsbezogene Anfragen im AI Mode sind 80% schneller gewachsen als AI-Mode-Anfragen insgesamt. Menschen nutzen Canvas (ein Planungstool in AI Mode) für Reisepläne, Fitness-Routinen, Budgets, Hochzeitsplanung und mehr.

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Top Restaurant-Attribute in Follow-up-Gesprächen: Familienfreundlich, Aussicht, Live-Musik, Bar, Vegane/Vegetarische Optionen, Privater Raum, Outdoor-Sitzplätze, Hundefreundlich.

5. Create — Kreativität freisetzen

Bilderstellungs-Anfragen im AI Mode haben sich seit Jahresbeginn mehr als verdreifacht. Die meistgefragten kreativen Aufgaben: Foto-Bearbeitung, Quiz/Test erstellen, Logo, Story/Gedicht, Code/Programm, Nachrichten, Listen, Dokumente.

Was das für Schweizer Unternehmen bedeutet

Die Daten stammen aus dem US-Markt — aber das Suchverhalten ist universell. Die Schweiz wird dieselben Trends erleben, sobald AI Mode hier vollständig ausgerollt ist. Hier sind die wichtigsten Ableitungen:

1. Keywords allein reichen nicht mehr

Wenn Suchanfragen 3x länger werden und konversationell formuliert sind, müssen Ihre Inhalte Fragen beantworten — nicht nur Keywords enthalten. FAQ-Seiten, ausführliche Ratgeber und natürlich formulierte Inhalte werden wichtiger denn je.

2. Follow-up-fähige Inhalte erstellen

40% mehr Follow-up-Anfragen bedeuten: Nutzer vertiefen Themen. Ihre Website muss zusammenhängende Content-Cluster bieten — nicht isolierte Einzelseiten. Interne Verlinkung und thematische Tiefe werden zu Ranking-Faktoren.

3. Visuelle und multimodale Inhalte werden Pflicht

Wenn 1 von 6 Suchanfragen nicht-textbasiert ist und Bildsuchen um 40% pro Monat wachsen, müssen Unternehmen in hochwertige Bilder, Videos und visuelle Inhalte investieren. Alt-Tags, Bildbeschreibungen und Video-Transkripte werden zu SEO-Basics.

4. Lokale Attribute entscheiden über Sichtbarkeit

Die Daten zeigen: Nutzer fragen nach Preis, Standort, Verfügbarkeit, Öffnungszeiten. Für Schweizer Unternehmen heisst das: Google Business Profile müssen vollständig und aktuell sein. Jedes fehlende Attribut ist eine verpasste Chance in AI-generierten Antworten.

5. Die Entscheidung fällt in der Suche — nicht auf Ihrer Website

Wenn Nutzer AI Mode als Entscheidungshelfer nutzen und Follow-up-Fragen direkt in der Suche stellen, verschiebt sich der Entscheidungsmoment. Ihre Inhalte müssen in AI-Antworten präsent sein — nicht erst nach dem Klick auf Ihre Website.

6. Planungs-Content wird zum Traffic-Magneten

80% schnelleres Wachstum bei Planungsanfragen zeigt: Menschen wollen Hilfe beim Organisieren. Unternehmen, die Planer, Checklisten, Budgetrechner und Schritt-für-Schritt-Anleitungen anbieten, positionieren sich ideal für diese Anfragen.

Die Daten aus den USA zeigen uns die Zukunft der Suche in der Schweiz. Unternehmen, die jetzt ihre Content-Strategie an konversationelle, multimodale und aufgabenorientierte Suchanfragen anpassen, werden in 12 Monaten die Gewinner sein.

Maxi MaxhuniCEO — MIK Group

Hinweis zu den Daten

Alle Daten in diesem Artikel stammen aus Googles offiziellem AI Mode US Insights Report (Mai 2025 — April 2026). Die Keyword- und Anfrage-Daten basieren auf Google Trends und internen Google-Search-Daten. Sie beziehen sich auf den US-Markt und sind nicht 1:1 auf die Schweiz übertragbar — die Verhaltenstrends sind jedoch universell und werden mit der Einführung des AI Mode in der Schweiz relevant.

Fazit: Die AI-Suche ist da — vorbereiten statt abwarten

Googles Daten lassen keinen Zweifel: AI Mode ist kein Experiment mehr — es ist die Art, wie über eine Milliarde Menschen suchen. Die Suchanfragen werden länger, konversationeller und multimodaler. Wer heute noch nur für kurze Keywords optimiert, optimiert für die Vergangenheit.

Für Schweizer Unternehmen ist jetzt der Zeitpunkt, die Content-Strategie anzupassen: natürliche Sprache, thematische Tiefe, visuelle Inhalte und vollständige Geschäftsinformationen. Die Unternehmen, die das zuerst umsetzen, werden in der neuen AI-Suche die grösste Sichtbarkeit geniessen.

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Maxi Maxhuni

CEO, MIK Group

Maxi Maxhuni ist CEO der MIK Group und Experte für Suchmaschinenoptimierung und digitale Wachstumsstrategien. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Online-Marketing hilft er Schweizer KMU, ihre digitale Sichtbarkeit nachhaltig zu steigern.

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