
Theorie: Wie funktionieren Suchmaschinen?
- 1. Crawling in Form von umfangreichen Scans des World Wide Web, die im Hinblick auf einzelnen Webadressen in Indexerstellung münden.
- 2. Informationsbereitstellung in Form von Ranglisten solcher Websites, die sich im Kontext bestimmter Suchanfragen als relevanteste Adressen herausstellen.
Stellen Sie sich das World Wide Web als riesige Stadt mit U-Bahn-System vor. Die einzelnen U-Bahn-Haltestellen bilden ein riesiges Netzwerk. Jede Haltestelle entspricht einem einzigartigen Dokument (in der Regel eine Webseite, aber manchmal auch einem Einzeldokument wie PDF oder JPG). Jede Suchmaschine ist sozusagen eine U-Bahn, die über das U-Bahn-System durch die gesamte Stadt „kriecht“. Damit die Maschinen auch Ihre Haltestelle erreichen, müssen Sie ihnen einen geeigneten Pfad zur Verfügung stellen.
Suchmaschinen – wie U-Bahngleise: Die Linkstruktur des World Wide Web
Die Link-Struktur des Internets hält ein Netzwerk aus Millionen von Einzelseiten zusammen. Links sind Gleise, über die die automatisierten Roboter jeder Suchmaschine („Crawler» oder «Spinnen») viele Milliarden Haltestellen im Web erreichen. Sobald eine Seite gefunden ist, machen sich Crawler an die Codeentschlüsselung und speichern ausgewählte Teile davon in massiven Datenbanken ab, um sie später im Kontext bestimmter Suchanfragen wieder abzurufen.
Relevanz & Beliebtheit: Wie finden die Suchmaschinen die Suchergebnisse?
Mittlerweile ist der Wert aber gestiegen. Die Durchkämmung wird fortlaufend optimiert und Crawler werden intelligenter. Um die nützlichsten Adressen zur Suchanfrage eines bestimmten Users zu finden, nehmen Einzelsuchmaschinen mittlerweile auf Hunderte von Faktoren Rücksicht. Relevante Websites müssen diese Faktoren erfüllen, um in den Suchergebnissen zu einem bestimmten Gesuch zu erscheinen. Die so ermittelte Relevanz dient der Suchmaschine dazu, die Spreu vom Weizen zu trennen. Bei der Feinsortierung geht es um die Qualität der relevanten Informationen.
Für eine Suchmaschine wird in dieser Hinsicht die Beliebtheit der Website zum Qualitätsindikator. Ob Ihre Seite zu einer bestimmten Suchanfrage also überhaupt in den Suchergebnissen erscheint, hängt von der Relevanz ab. Wo in der Rangliste Ihre Seite auftaucht, entscheidet die Beliebtheit. Um die Relevanz und Beliebtheit von Websites zu bestimmten, wird nicht manuell gearbeitet. Jede Suchmaschine nutzt dazu mathematische Gleichungen (Algorithmen). Diese Algorithmen enthalten oft mehrere hundert Variablen. Im Suchmaschinenmarketing heissen sie «Ranking-Faktoren».
Praxis: Wie funktioniert erfolgreiches Suchmaschinenmarketing?
Google: SEO Informationen aus den Google Webmaster Richtlinien
Google empfiehlt, Websites für bessere Rankings für echte Menschen anstatt für Suchmaschinen zu gestalten. Von usertäuschenden Verfahren oder Prozessen wie «Cloaking» rät der Suchmaschinenriese ab. Klare Hierarchien und Text-Links spielen für das Google-Ranking eine Rolle. Jede Seite ist idealerweise über mindestens einen statischen Text-Link erreichbar.
Hohe Google-Rankings erzielen Sie nur, wenn Ihre Website nützliche und informationsreiches Inhalt beheimatet. Klare Beschreibungen der Seiteninhalte spielen eine ebenso wichtige Rolle. Title-Elemente und ALT-Attribute müssen so beschreibend und genau wie möglich ausfallen. Über Schlüsselwörter sollen userfreundliche URLs entstehen, die doppelte Inhalte über bestimmte Attribute adressieren.
Bing: SEO Informationen von Bing Webmaster Richtlinien
Keine Angst vor Suchmaschinenmarketing
Seit der Geburtsstunde von Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing sind etliche Daten zum Ranking verhalten der Hauptsuchmaschinen extrahiert worden. Beim SEO helfen diese Daten, Websites zu besseren Positionierungen zu bringen.
Obwohl entsprechende Informationen für die breite Öffentlichkeit oft nicht ohne Weiteres einsehbar sind, unterstützen grössere Anbieter die Bemühungen mittlerweile zumindest vereinzelt. Einige Repräsentanten beteiligen sich mit entsprechenden Informationen nicht nur an grösseren Expos wie der Search Marketing Expo, sondern erscheinen teilweise auch in einschlägigen Blogs oder Foren.
Zeit für Suchexperimente
Nichts ist für Webmaster bei der Erforschung von Suchmaschinenrankings hilfreicher, als die Rolle des Suchenden einzunehmen. Hypothesen lassen sich bei der Selbstsuche testen und Experimente können durchgeführt werden. Über diesen zugegebenermassen mühsamen Prozess ist das Wissen zum Suchmaschinenranking und seinen bedeutendsten Faktoren in der Vergangenheit stetig angewachsen. Auch Sie sind zur Realisierung einiger Testläufe in der Lage, um sich wichtiges Wissen zu den Vorgehensweisen der Hauptsuchmaschinen anzueignen.
- Registrieren Sie dazu eine neue Website mit einem sinnentleerten Keyword.
- Erstellen Sie mehrere Seiten auf dieser Website, die auf einen ähnlich sinnentleerten Begriff abzielen.
- Bauen Sie die einzelnen Seiten so identisch wie möglich auf. Anschliessend ändern Sie eine Variable, experimentieren mit der Platzierung von Texten, ändern die Formatierung oder verwenden bestimmte Keywords und Link-Strukturen.
- Setzen Sie auf gut gecrawlten Seiten Links, die auf anderen Domains verweisen.
- Zeichnen Sie das Ranking der Seiten auf.

CEO, MIK Group
Maxi Maxhuni ist CEO der MIK Group und Experte für Suchmaschinenoptimierung und digitale Wachstumsstrategien. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Online-Marketing hilft er Schweizer KMU, ihre digitale Sichtbarkeit nachhaltig zu steigern.