Wichtig
Nur 57% der Position-1-Ergebnisse sind auf Desktop above the fold sichtbar. Auf dem Smartphone sind es nur noch 40%. Das mediane organische #1-Ergebnis sitzt 635 Pixel vom oberen Seitenrand entfernt — bei einem typischen Laptop-Viewport von 800 Pixel.
Was Position 1 wirklich bedeutet: Eine Pixel-Analyse
Was Position 1 verdrängt hat
Was über den organischen Ergebnissen steht, hängt von der Suchintention ab:
Informative Suchanfragen
Kommerzielle Suchanfragen
Was wir bei unseren Kunden beobachten
In den letzten Monaten haben wir bei MIK Group ein wiederkehrendes Muster in unseren Kundengesprächen festgestellt:
- Rankings steigen: Mehr Keywords auf Seite 1, bessere Positionen, breitere Sichtbarkeit
- Impressionen steigen: Die Search Console zeigt wachsende Impressionszahlen
- Klicks stagnieren oder sinken: Trotz besserer Positionen klicken weniger Nutzer auf die organischen Ergebnisse
- CTR fällt: Die Click-Through-Rate sinkt kontinuierlich — besonders bei informativen Keywords
“Die Rankings steigen, aber die Klicks sinken — das ist die neue Realität. SEO ist nicht weniger wichtig geworden, aber was wir messen und wie wir Erfolg definieren, muss sich ändern.”
Warum SEO trotzdem kein totes Pferd ist
Die natürliche Reaktion auf sinkende Klickraten wäre: «Dann lohnt sich SEO nicht mehr.» Das ist falsch. Und zwar aus drei Gründen:
1. Sichtbarkeit baut Marke auf
2. SEO ist ein Impressions-Kanal
3. Agents brauchen SERPs
So optimieren Sie in der neuen Such-Ära
1. Optimieren Sie für Ergebnisgrösse, nicht nur Rang
2. Werden Sie zur zitierten Quelle in AI Overviews
3. Investieren Sie in Markenaufbau über SEO
Branded Searches sind ein stärkeres Ranking-Signal als je zuvor. Nutzen Sie SEO bewusst als Marken-Kanal:
- Erstellen Sie Thought-Leadership-Content, der Ihre Expertise zeigt
- Werden Sie in Branchenmedien und auf Drittplattformen erwähnt
- Bauen Sie ein konsistentes Markenbild über alle SERP-Features auf
- Messen Sie Branded-Search-Wachstum als KPI
4. Messen Sie SERP-Sichtbarkeit, nicht nur Rankings
Hören Sie auf, nur Position und Traffic zu messen. Neue KPIs für die neue Ära:
- Pixel-Share: Wie gross ist Ihr visueller Anteil an der SERP?
- SERP-Feature-Präsenz: In wie vielen Featured Snippets, AI Overviews und Knowledge Panels erscheinen Sie?
- Branded-Search-Volumen: Wächst die Zahl der Menschen, die direkt nach Ihrer Marke suchen?
- Impressionen vs. Klicks: Wie entwickelt sich das Verhältnis — und ist das für Ihre Branche normal?
- AI-Zitierungen: Werden Sie in ChatGPT, Perplexity und Google AI Mode als Quelle genannt?
5. Diversifizieren Sie Ihre Suchpräsenz
Verlassen Sie sich nicht nur auf organische Text-Links. Maximieren Sie Ihre Präsenz über alle SERP-Elemente:
- Google Business Profil: Für lokale Suchen oft sichtbarer als organische Ergebnisse
- Google Shopping / Merchant Center: Für E-Commerce unverzichtbar
- YouTube: Video-Ergebnisse erscheinen prominent in den SERPs
- Google Images: Bild-Ergebnisse für visuelle Suchanfragen
- Google News: Für aktuelle Themen und Branchennachrichten
Fazit: Position 1 zählt — aber anders als früher
Die gute Nachricht: Wer jetzt in strukturierte Daten, Content-Qualität, Markenaufbau und Multi-Feature-Optimierung investiert, wird in der neuen Such-Ära mehr Sichtbarkeit geniessen als jemals zuvor — auch wenn sich die Art, wie diese Sichtbarkeit gemessen wird, grundlegend verändert hat.

CEO, MIK Group
Maxi Maxhuni ist CEO der MIK Group und Experte für Suchmaschinenoptimierung und digitale Wachstumsstrategien. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Online-Marketing hilft er Schweizer KMU, ihre digitale Sichtbarkeit nachhaltig zu steigern.


