
Schnelle Fakten:
Was es macht: Google teilt mit, welche Links ignoriert werden sollen.
Wann nutzen: Nur bei ernsthaften Problemen wie Spam-Links oder manuellen Maßnahmen.
Backlinks analysieren (z. B. mit Ahrefs oder Google Search Console).
- 1Problematische Links identifizieren (z. B. toxische Domains, Spam-Score > 50 %).
- 2Disavow-Datei erstellen und in Google Search Console hochladen.
Beachten Sie:
- Falsches Disavow kann Rankings verschlechtern.
- Nutzen Sie das Tool nur, wenn manuelle Entfernung nicht möglich ist.
Das Disavow-Tool ist ein mächtiges Werkzeug, aber es sollte mit Bedacht eingesetzt werden, um langfristig Ihre SEO-Performance zu verbessern.
Vor der Nutzung des Disavow-Tools
Backlinks überprüfen
Der erste Schritt ist eine gründliche Analyse Ihres Backlinkprofils. Die Google Search Console bietet eine Übersicht aller eingehenden Links. Für eine detailliertere Untersuchung können Sie Tools wie Ahrefs, SEMrush oder Moz verwenden.
Wichtige Metriken, die Sie im Blick behalten sollten:
Die Analyse dieser Daten bildet die Grundlage für Ihre nächsten Schritte.
Schädliche Backlinks erkennen
Achten Sie auf folgende Anzeichen, die auf problematische Links hindeuten können:
- Ein plötzlicher Anstieg der Anzahl an Backlinks
- Links von Websites, die thematisch nicht zu Ihrer Seite passen
- Unnatürlich wirkende Anchor-Texte
- Links von Seiten, die mit übermäßiger Werbung überladen sind
- Verbindungen zu sogenannten Private Blog Networks (PBNs)
«Links, die hauptsächlich zur künstlichen Manipulation von Suchrankings erstellt wurden, sind Link-Spam. Unsere Algorithmen und manuellen Maßnahmen zielen darauf ab, diese unnatürlichen Links in großem Umfang zu neutralisieren, und wir werden weiterhin unsere Abdeckung verbessern.» – Google
Problematische Links auflisten
Erstellen Sie eine strukturierte Liste mit den folgenden Informationen:
Quell-URL: Notieren Sie die URL der verlinkenden Seite, und achten Sie auf die korrekte Formatierung, die für das Disavow-Tool erforderlich ist.
Toxisch (60-100 Punkte)
Potenziell toxisch (45-59 Punkte)
Unbedenklich (0-44 Punkte)
- Anchor-Text
- Das Ziel auf Ihrer Website, das verlinkt wird
- Datum, an dem der Link entdeckt wurde
- Gründe, warum der Link als problematisch eingestuft wurde
Mit dieser Liste können Sie das Disavow-Tool gezielt und effektiv nutzen.
Nutzung des Disavow-Tools: Schritt für Schritt
Disavow-Datei erstellen
Um eine Disavow-Datei zu erstellen, müssen bestimmte Anforderungen erfüllt werden:
Dateiformat: UTF-8 oder 7-bit ASCII
Dateierweiterung: .txt
Maximale URL-Länge: 2.048 Zeichen
Maximale Dateigröße: 2 MB oder 100.000 Zeilen
Die Einträge sollten wie folgt formatiert sein:
| Metrik | Grenzwert | Bedeutung |
|---|---|---|
| Domain Rating (DR) | < 10 | Kann auf schädliche Domains hinweisen |
| Spam Score | > 50 % | Deutet auf verdächtige Quellen hin |
| Toxizitätswert | 60-100 | Kritische Backlinks |
Datei einreichen
Sobald die Datei fertig ist, kann sie in der Google Search Console hochgeladen werden:
- 1Gehen Sie zu Ihrer Property in der Google Search Console.
- 2Laden Sie die Datei hoch und bestätigen Sie den Upload.
- 3Das System prüft die Datei automatisch. Falls Fehler auftreten, korrigieren Sie diese und laden Sie die Datei erneut hoch.
Nach dem Upload beginnt die Überwachung der Ergebnisse.
Änderungen überwachen
Überprüfen Sie regelmässig, wie sich die Änderungen auswirken:
- Kontrollieren Sie den Abschnitt «Manuelle Massnahmen».
- Behalten Sie die organischen Traffic-Zahlen im Blick.
- Dokumentieren Sie Veränderungen in den Rankings.
Beachten Sie, dass die Verarbeitung mehrere Wochen dauern kann. Nutzen Sie diese Zeit, um weitere SEO-Massnahmen durchzuführen und Ihre Backlinks regelmäßig zu überprüfen.
Tipps und häufige Fehler
Nachdem Sie Ihr Backlinkprofil gründlich analysiert haben, gibt es einige wichtige Hinweise und typische Stolpersteine, die Sie beachten sollten.
Google-Richtlinien
Das Disavow-Tool sollte nur bei ernsthaften Problemen mit schädlichen Links verwendet werden. Diese Empfehlung basiert auf der Analyse Ihrer Backlinks:
Hier sind einige grundlegende Punkte:
Manuelle Link-Entfernung: Versuchen Sie zuerst, problematische Links manuell zu entfernen.
Regelmässige Aktualisierung: Halten Sie Ihre Backlink-Dokumentation auf dem neuesten Stand.
Richtiges Profil verwenden: Achten Sie darauf, dass Sie das korrekte Backlink-Profil bearbeiten.
Übertreibungen vermeiden
Ein zu aggressiver Einsatz des Disavow-Tools kann dazu führen, dass nützliche Backlinks entfernt werden, was Ihre Rankings beeinträchtigen kann.
| Eintragstyp | Format | Beispiel |
|---|---|---|
| Einzelne URL | Vollständige URL | https://spam-domain.de/seite.html |
| Gesamte Domain | domain: vor Domain | domain:spam-domain.de |
| Kommentare | # am Zeilenanfang | # Spam-Links von Januar 2025 |
Regelmässige Link-Überprüfung
Zwei Massnahmen sind entscheidend, um langfristig erfolgreich zu bleiben:
Backlink-Audit: Verwenden Sie Tools wie die Google Search Console oder Ahrefs, um neue problematische Links zu identifizieren. Dokumentieren Sie dabei jede Veränderung.
Performance-Kontrolle: Überwachen Sie Rankings und Traffic nach Disavow-Maßnahmen. Sollten sich negative Trends zeigen, passen Sie Ihre Liste entsprechend an.
Regelmässige Überprüfungen sind entscheidend, um Ihre SEO-Ergebnisse nachhaltig zu sichern.
Zeit bis zur Wirkung
Wie lange es dauert, bis sich die Massnahmen bemerkbar machen, hängt von mehreren Faktoren ab:
Erste Änderungen: Oft schon nach wenigen Tagen sichtbar.
Deutliche Ergebnisse: In der Regel nach 2–3 Monaten.
Häufige Updates: Können eine schnellere Neubewertung ermöglichen.
Die langfristigen Auswirkungen auf die SEO-Performance sind jedoch oft entscheidend, wie das nächste Beispiel zeigt.
SEO-Resultate
Um positive SEO-Resultate zu erzielen, sind zwei Dinge besonders wichtig:
Regelmässiges Monitoring: Eine kontinuierliche Analyse der Rankingentwicklung und des Linkprofils ist unerlässlich.
Geduld und Konsistenz: Die vollständigen Effekte entfalten sich oft erst durch die schrittweise Neubewertung des Linkprofils.
«Wenn Sie keine manuelle Massnahme haben, müssen Sie kein Disavow einreichen!» – Gary Illyes, Google

CEO, MIK Group
Maxi Maxhuni ist CEO der MIK Group und Experte für Suchmaschinenoptimierung und digitale Wachstumsstrategien. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Online-Marketing hilft er Schweizer KMU, ihre digitale Sichtbarkeit nachhaltig zu steigern.