
Grundsätzlich sieht eine Webadresse wie folgt aus:
Die Frage, ob die Struktur der Webadresse überhaupt zu mehr Zugriffen auf die Webseite führt ist aber nach wie vor ungeklärt. Im Folgenden zeigen wir auf, was tatsächlich bei der Wahl einer Webadresse und bei Links zu beachten ist.
Schriftzeichen, die im Englischen nicht vorkommen
Manchmal sieht man seltsame Zeichen in den Webadressen. So sind %, $ oder & keine Seltenheit. Das ist die Konsequenz, wenn man Buchstaben verwendet, die im Englischen nicht vorkommen. „Ä“, „ö“ oder „ü“ zum Beispiel werden umgewandelt, da der Webbrowser sie nicht richtig interpretieren kann.
Ebenso werden Abstände mit Sonderzeichen gefüllt. Das Problem hierbei ist, dass solche Web- und Linkadressen von den sogenannten Crawlern, die durch die Webseite gehen und sie für Suchmaschinen indexieren, schwerer zu erfassen sind und folglich schlechter abschneiden bei den Suchresultaten. Verwenden Sie also anstatt „ä“ oder „ü“ besser „ae“ und „ue“!
Auch bei Abständen zwischen Worten ist es wichtig, wie diese in der Webadresse wieder gegeben werden.
- /schrift-zeichen in der Webadresse “Schrift Zeichen”
- bei /schrift_zeichen hingegen liest die Suchmaschine “Schriftzeichen“. Das Leerzeichen fällt also weg.
Bei genauerer Analyse von Webseiten, die für eine Vielzahl verschiedener Schlüsselwörter aus verschiedenen Industrien zuoberst in den Suchresultaten erscheinen, wird zudem schnell ersichtlich, dass weniger als 1 % Sonderzeichen verwenden.
Tatsächlich verwenden nur .194 %, der Webseiten Sonderzeichen. Buchstaben, die nicht in der englischen Sprache vorkommen, sollten folglich in Webadressen NICHT verwendet werden.
Schlüsselworte in der Webadresse machen keinen grossen Unterschied
Wenn Sie sich also für eine Domain oder Unteradresse entscheiden, dann investieren Sie nicht Stunden, um möglichst viele Schlüsselworte einzubauen. Es ist viel wichtiger, dass Links und Adressen natürlich scheinen.
Die Länge der Webadresse ist irrelevant
Viele Theorien waren im Umlauf bezüglich der optimalen Länge von Webadressen (URL). Gemäss Quellen im Internet haben Webadressen die folgenden Längen:
- Die durchschnittliche Länge von Webadressen in Gmail beträgt 59 Zeichen.
- Die durchschnittliche Länge von Webadressen für Webmaster Tools beträgt 90 Zeichen.
- Die durchschnittliche Länge von Webadressen im Google-Blog beträgt 76 Zeichen.
- Webadressen, die unter den ersten 10 Resultaten aufgezeigt wurden, enthielten durchschnittlich 37 Zeichen.
- Webadressen, die unter den ersten 20 Resultaten aufgezeigt wurden, enthielten durchschnittlich 35 Zeichen.
- Webadressen, die unter den ersten 30 Resultaten aufgezeigt wurden, enthielten durchschnittlich 39 Zeichen.
- Webadressen, die unter den ersten 40 Resultaten aufgezeigt wurden, enthielten durchschnittlich 41 Zeichen.
- Webadressen, die unter den ersten 50 Resultaten aufgezeigt wurden, enthielten durchschnittlich 36 Zeichen.
- Webadressen, die unter den ersten 60 Resultaten aufgezeigt wurden, enthielten durchschnittlich 32 Zeichen.
- Webadressen, die unter den ersten 70 Resultaten aufgezeigt wurden, enthielten durchschnittlich 48 Zeichen.
- Webadressen, die unter den ersten 80 Resultaten aufgezeigt wurden, enthielten durchschnittlich 45 Zeichen.
- Webadressen, die unter den ersten 90 Resultaten aufgezeigt wurden, enthielten durchschnittlich 41 Zeichen.
- Webadressen, die unter den ersten 100 Resultaten aufgezeigt wurden, enthielten durchschnittlich 38 Zeichen.
Basierend auf diesen Daten scheint es so, wie wenn Webadressen mit 35 bis 40 Zeichen die Suchresultate dominieren. Das bedeutet jedoch nicht zwangsweise, dass Webadressen mit vielen Zeichen in Suchmaschinen nicht gut platziert sein können.
Unterverzeichnisse
Webadressen enthalten Unterverzeichnisse – und oftmals sogar viele davon. Unterverzeichnisse sind alles, das nach einem Schrägstrich (/) kommt. Wie zum Beispiel bei www.example.ch/Beispiel – hier ist der Teil nach dem Schrägstrich, “Beispiel”, das Unterverzeichnis.
Bei Analyse der 10 bestplatzierten Webseiten für verschiedenste Schlüsselworte fällt auf, dass manche Webseiten Unterverzeichnisse verwenden, während andere diese ganz weglassen. Tatsächlich besteht keinerlei Korrelation zwischen der Anzahl Unterverzeichnisse und der Platzierung in den Suchresultaten.
So hatten manche Webseiten 3 Unterverzeichnisse und andere überhaupt keine.
Um die Administration und Navigation der Webseite so einfach wie möglich zu gestalten sollten Sie versuchen, mit möglichst wenig Unterverzeichnissen auszukommen. Allerdings hat das keinen grossen Einfluss auf die Platzierung. Deswegen ist es in dieser Hinsicht besser, die Webseite auf Nutzerfreundlichkeit zu optimieren.
Direktzugriffe
Während der letzten Jahre hörte man häufig, dass kurze Webadressen besser sind, um Direktzugriffe von Nutzern zu erhalten. Wenn man jedoch die Daten vieler verschiedener Webseiten vergleicht, dann wird klar, dass die Unterschiede vorwiegend von anderen Faktoren verursacht werden. Natürlich ist es vorteilhaft, wenn die Webadresse nicht allzu lange ist.
Denn Webseiten mit übermässig langen URLs sind üblicherweise nicht gut platziert in den Suchresultaten. Zudem können sich Nutzer die Kurzadressen besser merken – und das ist ein Hauptfaktor dafür, dass die Seite wieder aufgefunden wird.
Schlussfolgerung
Es lohnt sich, Ihre Webadressen zu optimieren, indem Sie auf die Verwendung von Sonderzeichen verzichten und die richtigen Schlüsselworte integrieren. Zudem sollten Bindestriche verwendet und Unterstriche vermieden werden. Das erleichtert es Nutzern, die Webseite wiederzufinden und verbessert gleichzeitig die Platzierung in den Suchmaschinen.
Grund: die Crawler der Suchmaschinen können die Seiten so besser erfassen und lesen sie richtig. Zudem erinnern sich Nutzer besser daran.
Haben sie noch Fragen oder Unklarheiten? Wir helfen Ihnen gerne weiter. Wir beraten Sie jederzeit gerne zu Online-Strategien und übernehmen auch die Planung und Gestaltung Ihres Webdesigns. Kontaktieren Sie uns jetzt und steigern die Effektivität und Platzierung Ihres Internetauftritts!

CEO, MIK Group
Maxi Maxhuni ist CEO der MIK Group und Experte für Suchmaschinenoptimierung und digitale Wachstumsstrategien. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Online-Marketing hilft er Schweizer KMU, ihre digitale Sichtbarkeit nachhaltig zu steigern.