MIK Group
SEO

Google beansprucht Autorität über SEO-Tools, AEO und GEO

Google veröffentlicht neue Richtlinien und erklärt sich zur einzigen verlässlichen Quelle für SEO, AEO und GEO. Was das für Tools und Agenturen bedeutet.

Maxi Maxhuni
Maxi MaxhuniCEO
8. Juni 2026
9 Min. Lesezeit
Google beansprucht Autorität über SEO-Tools, AEO und GEO — neue Richtlinien
Google hat auf Search Central eine neue Richtlinie veröffentlicht, die es in sich hat: Google erklärt sich selbst zur einzigen verlässlichen Quelle für SEO-Informationen — einschliesslich AI-Optimierung (AEO/GEO). Gleichzeitig distanziert sich Google deutlich von Drittanbieter-SEO-Tools und deren Daten.

Wichtig

Googles Kernbotschaft: «Drittanbieter-Tools haben keinen Zugang zu unseren internen Ranking-Daten. Sie können keine Performance garantieren. Jegliche Vorhersagen sind ihre eigenen.» — Google empfiehlt, jeden SEO-Rat gegen die offiziellen Google-Richtlinien zu prüfen.

Bei MIK Group sagen wir unseren Kunden seit Jahren genau das: Metriken wie Sistrix Sichtbarkeitsindex oder Ahrefs Domain Rating sind nützliche Orientierungshilfen — aber sie sind keine offiziellen Google-Standards. Googles neue Richtlinie bestätigt diese Position nun offiziell.

Die 5 Kernaussagen der neuen Richtlinie

1. Google ist die Autorität für SEO-Beratung

Google schreibt: «Während manche Ratschläge hilfreich sind, können andere falsch interpretieren oder Behauptungen darüber aufstellen, was Google sagt oder wie Googles Ranking-Systeme funktionieren.» Die Empfehlung: Jeden Rat gegen die offiziellen Google-Richtlinien prüfen, bevor man ihn umsetzt.

2. Google beansprucht Autorität über AEO und GEO

Besonders bemerkenswert: Google erwähnt AEO (Answer Engine Optimization) und GEO (Generative Engine Optimization) explizit und stellt klar, dass auch für diese Disziplinen Googles eigene Richtlinien — insbesondere der offizielle GEO-Leitfaden — die massgebliche Referenz sind.

3. Google distanziert sich von Drittanbieter-SEO-Tools

Dies ist die stärkste Passage der neuen Richtlinie. Google warnt vor Tools, die implizieren, dass ihre Dienste von Google «akzeptiert» oder «genehmigt» seien:

Google bewertet keine Drittanbieter-Dienste. Seien Sie vorsichtig mit solchen Behauptungen und denen, die sie aufstellen. Die Nutzung eines Dienstes oder Tools garantiert keinen Ranking-Erfolg.

Google Search CentralOffizielle Richtlinie

4. SEO-Tool-Daten sind keine Google-Daten

Google adressiert ein weit verbreitetes Missverständnis direkt:

Einige Drittanbieter-Dienste stellen Daten bereit, die einige Nutzer dieser Tools fälschlicherweise als Google-Daten interpretieren. Drittanbieter-Tools haben keinen Zugang zu unseren internen Ranking-Daten. Sie können keine Performance garantieren. Jegliche Vorhersagen sind ihre eigenen und können, wie Vorhersagen generell, nicht eintreffen.

Google Search CentralOffizielle Richtlinie

5. Google empfiehlt die Search Console

Nach all den Warnungen empfiehlt Google sein eigenes Tool: «Ob Sie ein Drittanbieter-Tool nutzen oder nicht, wir empfehlen dringend die Nutzung unseres First-Party-Tools, Google Search Console, das Ihnen Schlüsselinformationen und Daten direkt von der Google-Suche liefert.»

Warum wir das seit Jahren sagen

In Kundengesprächen hören wir regelmässig Sätze wie:

  • «Unser Sistrix Sichtbarkeitsindex ist gestiegen — warum haben wir nicht mehr Traffic?»
  • «Unser Ahrefs Domain Rating ist 45 — ist das gut oder schlecht?»
  • «Das Tool sagt, wir haben einen SEO-Score von 78/100 — reicht das?»
  • «Semrush zeigt uns ein Keyword-Volumen von 5'000 — stimmt das?»
Unsere Antwort war immer dieselbe: Diese Metriken sind proprietäre Schätzungen der jeweiligen Tool-Anbieter — nicht Google-Daten. Sie sind nützlich als Orientierung und für relative Vergleiche, aber sie sind keine Wahrheit über Ihr Google-Ranking.

Was Sistrix Sichtbarkeitsindex wirklich ist

Der Sistrix Sichtbarkeitsindex ist eine proprietäre Metrik, die auf einem festen Set von Keywords basiert, das Sistrix selbst definiert. Er misst nicht Ihre tatsächliche Sichtbarkeit bei Google — er misst Ihre Sichtbarkeit innerhalb von Sistrix' eigenem Keyword-Set. Zwei Websites mit identischem Google-Traffic können völlig unterschiedliche Sichtbarkeitsindexe haben.

Was Ahrefs Domain Rating wirklich ist

Kostenlose SEO-Analyse

Geben Sie Ihre Website ein und erhalten Sie eine kostenlose SEO-Auswertung.

Das Ahrefs Domain Rating (DR) misst die Stärke des Backlink-Profils einer Domain — basierend auf Ahrefs' eigenem Crawling und eigener Bewertungslogik. Es ist kein Google-Ranking-Faktor. Google hat wiederholt bestätigt, dass es kein «Domain Authority»-Konzept verwendet. Ein hohes DR garantiert keine guten Rankings.

Was Keyword-Volumen wirklich ist

Die Suchvolumen-Daten in Semrush, Ahrefs oder Ubersuggest sind Schätzungen auf Basis von Clickstream-Daten und statistischen Modellen. Sie können erheblich von der Realität abweichen. Die einzigen verlässlichen Daten kommen aus der Google Search Console (tatsächliche Impressionen und Klicks) und dem Google Keyword Planner (allerdings auch dort nur Bandbreiten).

Sistrix, Ahrefs und Semrush sind hervorragende Werkzeuge — aber ihre Metriken sind Interpretationen, keine Google-Fakten. Das ist ein Unterschied, den jedes Unternehmen verstehen muss.

Maxi MaxhuniCEO — MIK Group

Was das für Unternehmen in der Schweiz bedeutet

1. Vertrauen Sie der Search Console, nicht Tool-Scores

Die Google Search Console ist das einzige Tool, das echte Google-Daten liefert: tatsächliche Impressionen, Klicks, CTR und durchschnittliche Positionen. Wenn Sie nur ein SEO-Tool nutzen, sollte es die Search Console sein. Der neue AI Performance Report wird diese Bedeutung noch verstärken.

2. Hinterfragen Sie Metriken — auch die Ihrer Agentur

Wenn Ihnen eine Agentur einen «SEO-Score» oder «Sichtbarkeitsindex» als Erfolgsmetrik verkauft, fragen Sie nach: Welches Tool? Welche Methodik? Wie korreliert das mit echtem Traffic und Conversions? Eine gute Agentur kann diese Fragen beantworten und zeigt Ihnen die Search-Console-Daten.

3. Keine Tool-Metrik ersetzt Geschäftsergebnisse

Am Ende zählen nicht Sichtbarkeitsindexe oder Domain Ratings, sondern: Wie viele qualifizierte Besucher kommen über die organische Suche? Wie viele davon werden zu Kunden? Jede SEO-Metrik muss sich an diesen Geschäftsergebnissen messen lassen.

4. Googles Richtlinien als Kompass nutzen

Googles neue Richtlinie ist kein Grund zur Panik — sie ist ein Aufruf zur Orientierung. Nutzen Sie die offiziellen Google-Ressourcen als Grundlage:

Unsere Einschätzung: Berechtigte Klarstellung — aber auch Eigeninteresse

Googles Richtlinie enthält viel Richtiges: Ja, SEO-Tools liefern keine Google-Daten. Ja, viele Anbieter implizieren fälschlicherweise Google-Zustimmung. Ja, die Search Console ist das verlässlichste Tool.

Aber es ist auch fair zu sagen: Google hat ein Eigeninteresse daran, sich als einzige Autorität zu positionieren. Drittanbieter-Tools wie Sistrix, Ahrefs und Semrush existieren, weil Google selbst jahrelang nicht genügend Transparenz über seine Ranking-Systeme geboten hat. Die SEO-Tool-Industrie ist eine Antwort auf Googles eigene Intransparenz.
Drittanbieter-Tools bleiben wertvoll — für Wettbewerbsanalysen, Keyword-Recherche, Backlink-Monitoring und technische Audits. Aber sie sollten als das gesehen werden, was sie sind: hilfreiche Werkzeuge mit eigenen Metriken, nicht als Google-zertifizierte Wahrheiten.

Fazit: Orientierung an der Quelle, Werkzeuge als Ergänzung

Googles neue Richtlinie ist die klarste Aufforderung bisher: Orientieren Sie sich an den offiziellen Google-Richtlinien — nicht an proprietären Tool-Metriken. Nutzen Sie die Search Console als primäre Datenquelle. Nutzen Sie Drittanbieter-Tools als Ergänzung — mit dem Bewusstsein, dass ihre Daten Schätzungen sind.
Für uns bei MIK Group ändert sich wenig — wir haben unsere SEO-Strategien schon immer auf Google-Daten und offizielle Richtlinien aufgebaut. Aber für die gesamte Branche ist diese Richtlinie ein wichtiger Weckruf: Metriken hinterfragen, Quellen prüfen, Geschäftsergebnisse in den Mittelpunkt stellen.
Möchten Sie eine SEO-Strategie, die auf echten Google-Daten statt auf Tool-Scores basiert? Kontaktieren Sie uns — wir analysieren Ihre Search-Console-Daten und entwickeln einen datengestützten Plan.
Maxi Maxhuni

CEO, MIK Group

Maxi Maxhuni ist CEO der MIK Group und Experte für Suchmaschinenoptimierung und digitale Wachstumsstrategien. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Online-Marketing hilft er Schweizer KMU, ihre digitale Sichtbarkeit nachhaltig zu steigern.

Bereit, Ihre SEO-Strategie zu starten?

Unsere SEO-Experten analysieren Ihre Website und entwickeln eine massgeschneiderte Strategie für mehr organische Sichtbarkeit.