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Google Search Console misst jetzt Social Media: Die neuen Platform Properties

Google Search Console unterstützt neu «Platform Properties» — damit sehen Sie erstmals, wie Ihre Posts auf Instagram, TikTok, X und YouTube in der Google-Suche und in Discover performen. Was das kann, wo die Grenzen liegen und wie Sie eine Property einrichten.

Maxi Maxhuni
Maxi MaxhuniCEO
21. Juli 2026
9 Min. Lesezeit
Google hat im Juli 2026 einen neuen Property-Typ in der Google Search Console eingeführt: die Platform Properties. Angekündigt von Moshe Samet, Product Manager Lead für die Search Console, ermöglichen sie es erstmals, die Performance von Social-Media- und Video-Beiträgen in der Google-Suche und in Google Discover zu messen — auch ohne eigene Website.

Wichtig

Platform Properties zeigen Klicks, Impressionen und Engagement Ihrer Beiträge auf Instagram, TikTok, X und YouTube in den Google-Ergebnissen. Wichtig: Gemessen wird ausschliesslich die Sichtbarkeit in Google — nicht, was innerhalb der jeweiligen Plattform passiert.

Was sind Platform Properties?

Bisher war die Search Console ein Werkzeug für Website-Betreiber: Man verifizierte eine Domain und sah, wie die eigene Website in der Suche performt. Creator, Marken und Unternehmen, deren Reichweite hauptsächlich über Social Media läuft, hatten dagegen keinen direkten Einblick, wie ihre Beiträge in Google auftauchen.

Genau diese Lücke schliessen die Platform Properties. Sie sind ein eigenständiger Property-Typ neben den klassischen Website-Properties und behandeln Social- und Video-Inhalte erstmals als das, was sie in der Google-Suche längst sind: auffindbare Such-Assets.

Welche Plattformen werden unterstützt?

Zum Start unterstützt Google vier Plattformen:

  • Instagram
  • TikTok
  • X (ehemals Twitter)
  • YouTube
Facebook und LinkedIn werden aktuell nicht unterstützt. Der Rollout erfolgt schrittweise über mehrere Wochen — es kann also sein, dass die Funktion in Ihrem Konto noch nicht sichtbar ist.

Welche Daten Sie sehen

Eine Platform Property liefert im Kern drei Berichte:

Performance Report

Der zentrale Bericht zeigt Klicks, Impressionen, durchschnittliche CTR und durchschnittliche Position Ihrer Beiträge in den Google-Oberflächen (Suche, Discover, News). Über Filter und Sortierung erkennen Sie, welche Posts am besten performen und über welche Suchanfragen Nutzer auf Ihre Inhalte stossen.

Insights Report

Der Insights Report liefert einen Überblick über Traffic-Muster: Er hebt besonders erfolgreiche Inhalte hervor und zeigt, wie Nutzer Sie auf Google entdecken. Ideal für den schnellen Blick auf Trends, ohne sich in Detaildaten zu vertiefen.

Achievements

Achievements verfolgen Ihren Fortschritt in Richtung bestimmter Meilensteine — etwa das Erreichen neuer Klick-Schwellen innerhalb eines rollierenden 28-Tage-Fensters. Ein spielerisches Element, das vor allem für Creator motivierend ist.

Die wichtigste Einschränkung

Achtung

Platform Properties messen nur, wie Ihre Inhalte in Google erscheinen — nicht die In-App-Performance. Views, Likes, Follower oder Watchtime innerhalb von Instagram, TikTok & Co. sehen Sie hier nicht. Ausserdem gibt es keine historischen Daten: Die Messung beginnt ab dem Zeitpunkt der Verifizierung.

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Konkret heisst das: Die Search Console ergänzt Ihre bestehenden Social-Media-Tools, sie ersetzt sie nicht. Für In-App-Analytics, Wettbewerbsvergleiche und plattformübergreifendes Reporting bleiben spezialisierte Tools nötig. Was die Platform Properties liefern, ist der bisher fehlende Blick darauf, wie viel organischen Google-Traffic Ihre Social-Inhalte tatsächlich erzeugen.

So fügen Sie eine Social-Media-Property hinzu

Voraussetzung ist ein aktives Google-Search-Console-Konto sowie Inhaberschaft oder Verwaltungszugriff auf einen der unterstützten Accounts (Instagram, TikTok, X oder YouTube). Eine eigene Website ist nicht erforderlich. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten:
  1. 1Search Console öffnen: Starten Sie die Google Search Console und öffnen Sie oben links die Property-Auswahl.
  2. 2«Property hinzufügen» wählen: Klicken Sie in der Auswahl auf «Property hinzufügen».
  3. 3Plattform auswählen: Wählen Sie die Option für eine Platform Property und anschliessend das gewünschte Netzwerk — Instagram, TikTok, X oder YouTube.
  4. 4Konto autorisieren: Folgen Sie den Bildschirmanweisungen, um die Verbindung zu autorisieren und Ihre Inhaberschaft zu bestätigen. Die Verifizierung läuft über Ihre Anmeldedaten bei der jeweiligen Plattform.
  5. 5Für jeden Account wiederholen: Verwalten Sie mehrere Kanäle, legen Sie pro Account eine eigene Property an.

Tipp: Sehen Sie die Option noch nicht? Der Rollout läuft seit dem 7. Juli 2026 schrittweise — schauen Sie in den kommenden Wochen erneut vorbei. Da die Messung erst ab Verifizierung beginnt, lohnt es sich, Ihre Properties früh anzulegen, damit Sie möglichst schnell eine Datenbasis aufbauen.

Platform Properties vs. Search Profiles

Nicht zu verwechseln mit den Search Profiles, die Google im Juni 2026 gestartet hat: Das sind öffentliche Profilseiten für Creator, also ein Sichtbarkeits-Feature nach aussen. Die Platform Properties dagegen sind ein reines Analyse-Werkzeug im Hintergrund — sie zeigen Ihnen die Daten, statt Ihr Profil dem Publikum zu präsentieren.

Was das für Schweizer Unternehmen bedeutet

1. Social Content wird als Suchkanal messbar

Viele Schweizer KMU investieren stark in Social Media, ohne zu wissen, welchen Anteil dieser Inhalte tatsächlich über die Google-Suche gefunden wird. Die Platform Properties liefern erstmals offizielle Google-Daten dazu — eine solide Grundlage, um den Wert von Social Content über die reinen Plattform-Kennzahlen hinaus zu belegen.

2. Neue Datenbasis für die Content-Strategie

Weil Sie sehen, über welche Suchanfragen Nutzer auf Ihre Posts stossen, erhalten Sie direkte Einblicke in die Suchintention Ihrer Zielgruppe. Diese Query-Daten lassen sich hervorragend mit Ihrer klassischen SEO-Strategie verzahnen: Themen, die auf Social gut in der Suche laufen, sind oft auch als Website-Inhalte lohnend.

3. Besonders relevant für YouTube und Video

Video wird in den Google-Ergebnissen immer prominenter. Wer auf YouTube aktiv ist, kann mit einer Platform Property nun nachvollziehen, wie Videos in der Suche und in Discover performen — eine ideale Ergänzung zu den bekannten YouTube-SEO-Massnahmen. Kombiniert mit dem neuen AI Performance Report entsteht ein deutlich vollständigeres Bild Ihrer Google-Sichtbarkeit.

Platform Properties machen sichtbar, was viele Unternehmen bisher nur vermutet haben: Social Content ist ein echter Suchkanal. Wer diese Daten jetzt aufbaut, trifft künftig deutlich fundiertere Entscheidungen darüber, wo sich Content wirklich lohnt.

Maxi MaxhuniCEO — MIK Group

Fazit

Mit den Platform Properties öffnet Google die Search Console erstmals für Social- und Video-Inhalte. Die Grenzen sind klar — keine In-App-Daten, keine historischen Werte, vorerst nur vier Plattformen. Doch die Richtung stimmt: Social Content wird als messbarer Suchkanal behandelt, und das eröffnet Schweizer Unternehmen eine wertvolle neue Datenquelle.

Möchten Sie Ihre Social- und Suchstrategie datenbasiert verzahnen? Kontaktieren Sie uns — wir helfen Ihnen, die richtigen Kennzahlen aufzusetzen und daraus konkrete Massnahmen abzuleiten.
Maxi Maxhuni

CEO, MIK Group

Maxi Maxhuni ist CEO der MIK Group und Experte für Suchmaschinenoptimierung und digitale Wachstumsstrategien. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Online-Marketing hilft er Schweizer KMU, ihre digitale Sichtbarkeit nachhaltig zu steigern.

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