
Seit ein paar Jahren macht Google im Frühjahr grosse Ankündigungen, die sich in der Regel um das Thema Mobile drehten. In 2013 gab es die Ankündigung von Enhanced Campaigns, die die alte bewährte Praxis der Erstellung separater Desktop- und Mobile-Kampagnen beseitigte. Seitdem haben wir jedes Jahr mehr und mehr mobile Anzeigentypen und Funktionen erhalten, und dieses Jahr ist es nicht anders.
1. Neue lokale Such-Ads in Google Maps
Google hatte die so genannte «nächste Generation» der lokalen Such-Ads vorgestellt. Diese neuen Ads werden sowohl innerhalb von Google Maps als auch auf Google.com erscheinen. In den neuen ADs erscheinen die Markenlogos und Angebote direkt auf der Oberfläche der Karte und nicht nur neben der Karte.
Warum der Fokus auf Google Maps?
Google Maps hat inzwischen mehr als eine Milliarde Nutzer. Die Menschen besuchen 1,5 Milliarden Ziele auf der Grundlage ihrer Google-Suche. Standortbezogene Suchen sind fast ein Drittel aller mobilen Suchanfragen. Um mehr Online-Traffic von Maps zu lokalen Unternehmen zu bringen, arbeitet Google an anderen neuen ADs-Formaten, wie z. B. Promotion-Pins.
Ausserdem überarbeitet Google die lokalen Geschäftsseiten. Hier gibt es zwei wichtige Änderungen: Werbetreibende können eine Werbeaktion im Geschäft hervorheben, und Nutzer können den lokalen Bestand durchsuchen.
Allerdings ist das Targeting der Werbung hier etwas kompliziert. Die Ads werden auf der Grundlage von Suchanfragen angezeigt. Google betrachtet auch verschiedene Kontextsignale, wie z. B. den persönlichen Browserverlauf, ähnliche Nutzer, die Tageszeit, Interessen und Verhaltensweisen.
Dies sollte eine gute Menge an lokalem Ads-Inventar eröffnen.
2. Erweiterte Text-Ads erhalten doppelte Überschriften & mehr Zeichen
Google hat die Ads auf der rechten Seite aus der Desktop-SERP gestrichen. Weil es eine einheitlichere Google-Erfahrung auf allen Geräten zu schaffen wollte. Textanzeigen stehen kurz vor einer bedeutenden Änderung.
Mit den neuen, erweiterten Textanzeigen werden die Schlagzeilen viel grösser. Anzeigenkunden können bald zwei Überschriften mit je 30 Zeichen anstatt einer einzigen Überschrift mit nur 25 Zeichen schalten. Bei ersten Tests stellte Google fest, dass diese Änderung die CTR drastisch erhöht hat – um bis zu 25 Prozent.
Es ist also durchaus sinnvoll, dass die CTRs für doppelte Schlagzeilen noch höher wären.
Zusätzlich zu mehr Klicks sagte Google, dass längere Schlagzeilen für die Anzeigenkunden nützlicher sind. Sie führen zu einem besser qualifizierten Traffic für die Anzeigenkunden.
Diese Veränderung ist gewaltig – im wahrsten Sinne des Wortes. Besonders bei so wenig Platz auf dem Smartphone-Bildschirm ist diese Schlagzeilenänderung eine grossartige Nachricht für die Werbetreibenden.
Darüber hinaus erweitert Google die Anzahl der Zeichen, die in der Beschreibungszeile stehen können. Werbetreibende werden bald in der Lage sein, eine einzige 80-Zeichen-Beschreibungszeile zu schreiben. Dies entspricht einer Erhöhung um 5 Zeichen gegenüber der 35-Zeichen-Beschreibungszeilen.
Sie sollten diese Gelegenheit sofort nutzen, anstatt Ihre Konkurrenten Sie mit den grösseren Anzeigen zu übertrumpfen.
3. Bessere Messung von In-Store-Conversions
Technisch gesehen war dies zwar nicht «neu», aber es ist immer noch eine ziemlich grosse Sache. Bald werden die Conversions in den Geschäften für mehr Arten von Unternehmen verfügbar sein. Entscheidend ist, dass 90 Prozent der Verkäufe in den Geschäften und nicht online stattfinden.
Das Schöne daran ist, dass Google einfach den Standortverlauf des Telefons betrachtet. Es kann festzustellen, ob die Person, die Ihre Anzeige gesucht und angeklickt hat, am Ende in das Geschäft gegangen ist.
Google nannte Nissan UK als Beispiel, der herausfand, dass 6 Prozent der Personen, die auf die Anzeigen klickten, zum Händler gingen. Das führte zu einem 25-fachen ROI.
4. Neue reaktionsfähige Display-Anzeigen
Das ist wirklich cool, denn es ist mühsam, Anzeigen für all die verschiedenen Formate zu erstellen. Google eliminiert diesen Ärger mit Responsive Display Ads. Sie finden das beste Format für Ihre Anzeige heraus, je nachdem, wo sie geschaltet wird.
5. Änderungen an der Geräteausschreibung
Schliesslich gibt es einige Änderungen im Google-Anzeigenausschreibungsprozess.
Derzeit legen die Werbetreibenden ein Basis-Desktop-Gebot fest und setzen dann die Gebote für Mobilgeräte als Multiplikator auf das Basis-Gebot. Dies wurde mit Enhanced Campaigns eingeführt.
In Zukunft wird dies alles entkoppelt. Sie werden die Möglichkeit haben, Gebote für Mobilgeräte, für den Desktop und für Tablets unabhängig voneinander festzulegen oder sie voneinander abhängig zu machen. Dies gibt den Werbetreibenden etwas mehr Flexibilität und verstärkt den Google-Standpunkt «Mobile First».
Ein Hinweis zur aktualisierten Google Ads Interface
Auf dem Performance-Gipfel enthüllte Google auch einen frühen Blick auf die neu gestaltete Google Ads Interface.
Wir leben in einer mobilen Welt. Mehr als 50 Prozent der Billionen von Suchanfragen, die jedes Jahr bei Google durchgeführt werden, kommen von Mobiltelefonen.
Aus diesem Grund entwickelt Google jedes Jahr Innovationen im Bereich der Mobilgeräte, um den Nutzern ein überzeugendes Erlebnis zu bieten. Es stellt sicher, dass die Werbetreibenden die Verbraucher in den entscheidenden Momenten erreichen können.
Sie müssen mindestens die mobilen Anzeigenformate nutzen und sich auf diese neuen Formate am Horizont vorbereiten, um sicherzustellen, dass Sie mobile Sucher anziehen und konvertieren, wenn diese kommerzielle Suchanfragen verwenden und schnell ein Unternehmen finden wollen.

CEO, MIK Group
Maxi Maxhuni ist CEO der MIK Group und Experte für Suchmaschinenoptimierung und digitale Wachstumsstrategien. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Online-Marketing hilft er Schweizer KMU, ihre digitale Sichtbarkeit nachhaltig zu steigern.