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Bounce Rate: Warum Besucher Ihre Webseite

Gemäss Daten von Tony Haile von Chartbeat haben wir nur 15 Sekunden Zeit, um die Aufmerksamkeit der Nutzer zu gewinnen. Diese lesen zudem die Inhalte im.

Maxi Maxhuni
Maxi MaxhuniCEO
25. September 2015
8 Min. Lesezeit
Bounce Rate: Warum Besucher Ihre Webseite schnell verlassen

Gemäss Daten von Tony Haile von Chartbeat haben wir nur 15 Sekunden Zeit, um die Aufmerksamkeit der Nutzer zu gewinnen. Diese lesen zudem die Inhalte im Internet nicht auf die Weise, wie wir denken. Anstatt die Anzahl der Ansichten von Artikeln zu verfolgen, sollten wir deswegen eher auf die Lesedauer und die Aktionen der Nutzer auf der Seite fokussieren.

Wenn man sich durch die gesammelten Daten gräbt, dann kann man die drei folgenden Schlussfolgerungen ziehen, die auch Ihnen im Online-Marketing beträchtlich helfen könnten:

1. Nutzer reagieren auf aktuelle Inhalte viel stärker, als auf <a href="/seo-schulung/evergreen-content/">Evergreen Content</a> (immergrüne Inhalte)

Das Chartbeat-Team hatte sich eine zufällige Auswahl von 2 Milliarden Seitenansichten angeschaut, die von über einer halben Million Artikeln auf 2'000 Seiten generiert worden waren, um so zu sehen, auf welche Themenarten die Nutzer häufiger und stärker reagieren. Das sogenannte «Engagement» ist dabei definiert als die Zeitdauer in Sekunden, die eine Person aktiv mit ihrem Browser interagiert.

Gemäss einem TIME-Artikel waren die Inhalte, auf welche geklickt und auf die reagiert wurde, tatsächliche Neuigkeiten. Im Gegensatz dazu waren Artikel mit wenigen Reaktionen üblicherweise sogenannte Evergreen Artikel – zum Beispiel über Frisuren, «die 5 besten Destinationen», etc.

So erhalten Artikel die meisten Reaktionen, wenn sie aktuell sind und werden nicht mehr stark betrachtet, wenn es alte Meldungen sind. Beim Evergreen Content hingegen wachsen die Zugriffe und Interaktionen nur langsam an.

Artikel zu aktuellen Inhalten erhalten ganz einfach schnell und viele Zugriffe, solange die Inhalte aktuell sind, während die Evergreens über längere Zeit hinweg mehr und mehr Nutzer anziehen und Reaktionen erhalten.

Als Schlussfolgerung möchten wir festhalten, dass die Daten nicht bedeuten, dass man stets aktuelle Artikel veröffentlichen sollte, sondern dass man stattdessen Expertenrat anbieten sollte, der zu einem langfristigen und nachhaltigen Wachstum fürs Geschäft führt.

2. Social Media hat lediglich einen geringen Effekt auf Reaktionen zu Artikeln

Die Daten zum Einfluss von Social Media auf die Zugriffe auf und Reaktionen zu Artikeln sehen ebenfalls schlecht aus. Bei 10'000 über soziale Netzwerke geteilten Artikel wurde keinerlei Zusammenhang gefunden dazwischen, wie viele Male Artikel geteilt wurden und wie viel Aufmerksamkeit sie von durchschnittlichen Lesern erhielten.

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Vielleicht sollte man also darauf fokussieren, lediglich die begeisterten Leser anzusprechen. Verwenden Sie ein Tool, um herauszufinden, wen Ihre Inhalte ansprechen und auf was Sie Zeit investieren sollten.

Menschen, die Ihre Seite über Social Media finden, tun dies höchst wahrscheinlich rein zufälligerweise, da etwas Spezifisches ihr Interesse geweckt hatte.

Andererseits sind Menschen, die Ihre Inhalte über die Suchmaschinen finden bereits aktiv auf der Suche nach einer Antwort und entschlossen, sich zum Finden dieser Antwort Zeit zu nehmen. Hierdurch sind sie engagiertere Besucher. Wenn Sie also dies mit Ihren Inhalten erreichen wollen, dann sollten Sie mehr auf Suchmaschinenoptimierung (SEO) fokussieren.

3. Bannerwerbung funktioniert nicht

Chartbeat sagt es ganz einfach offen und direkt: Bannerwerbung funktioniert nicht. Durchklickraten liegen nun im Schnitt bei weniger als 0.1 %. Und die meisten Nutzer ignorieren Banner schlichtweg.

Dabei wird aber auch gleichzeitig eine Lösung genannt. 66 % der Aufmerksamkeit geht bei einer normalen Medienseite nämlich unter die Kopfzeile. Nutzer, die mindestens 20 Sekunden auf einer Seite mit einem Inserat verbringen, können sich zu 20-30 % eher daran erinnern.

Werbetreibende sollten also Messwerte, wie Zeit und Aufmerksamkeit verwenden, anstatt sich auf Ansichten und Klicks zu konzentrieren.

Anstatt Inserate zu kaufen, sollten Sie sich deswegen auf das Erstellen Ihrer eigenen, qualitativ hochstehenden Inhalte konzentrieren. Fördern Sie die Inhalte auf der Seite, die die Nutzer anregen – nicht die Werbung an der Seite, die entweder das Nutzererlebnis stört oder gar komplett ignoriert wird.

Letzten Endes geben uns diese Daten einen faszinierenden Einblick in die Medienwelt, nach deren Vorbild wir alle unsere Inhalte zu gestalten suchen. Wir sollten nicht nur alle Daten mit Vorsicht geniessen – wir sollten viel eher etwas graben und tiefer analysieren. Dann können wir nämlich daraus einige brauchbare Schlussfolgerungen für unser Geschäft ziehen.

Maxi Maxhuni

CEO, MIK Group

Maxi Maxhuni ist CEO der MIK Group und Experte für Suchmaschinenoptimierung und digitale Wachstumsstrategien. Mit über 10 Jahren Erfahrung im Online-Marketing hilft er Schweizer KMU, ihre digitale Sichtbarkeit nachhaltig zu steigern.

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