Wieso die Suche nach Schlüsselwörtern im traditionellen Sinne nicht mehr funktioniert

von Maxi

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Suchmaschinenoptimierung, in Englisch auch SEO genannt, ist gemeinhin als eine Erarbeitung von Listen mit Schlüsselwörtern bekannt, die besonders viele Zugriffe auf die Webseite und bessere Verkaufsraten zur Folge haben sollen.

So werden sämtliche Inhalte und die gesamte Struktur von Webseiten auf diese Schlüsselwörter ausgerichtet, um sich in den Suchmaschinen möglichst gut zu platzieren.

 

Um diese Schlüsselwörter zu finden war eine Suche nach Schlüsselwörtern (Keyword Research) notwendig. Das Wie und Was wurde folglich von hunderten Artikeln beleuchtet und von tausenden von Unternehmen und Werbetreibern praktiziert. Selbstverständlich ist das Resultat bei strikter Einhaltung von immer denselben Schlüsselwörtern jedoch furchtbar!

 

Man wunderte sich dann, wenn Artikel mit nicht sonderlich viel Enthusiasmus begrüsst wurden und Likes oder Shares ausblieben. Es war doch so viel Mühe in die Inhalte geflossen!

 

In Tat und Wahrheit aber geht es bei der Suchmaschinenoptimierung nicht einzig und alleine um Schlüsselwörter – diese stehen nämlich nicht unbedingt für eine gute SEO-Strategie.

 

Listen mit Schlüsselwörtern können sogar schädlich sein, da anhand derer produzierte Inhalte nicht nur unnatürlich klingen, sondern womöglich auch die Zielgruppe überhaupt nicht ansprechen. Es ist wesentlich besser, die Volumenzahlen (Anzahl Aufrufe von Schlüsselwörtern pro Tag oder Monat) als langfristige Chancen und nicht als sofort Gewinn-generierend aufzufassen.

 

Ansonsten werden die schlechten Inhalte die Entscheidungsträger enttäuschen, da die Zugriffe auf die Webseite nicht so hoch ausfallen, wie erwartet. Das SEO wird dann häufig aufgegeben. Und die Texte können der Webseite wenn viele Nutzer schnell wieder weg klicken sogar schaden!

 

Das grundlegende Problem dabei ist, dass die traditionelle Suche nach Schlüsselwörtern im Suchmaschinenmarketing begründet liegt. Man prüft, wieviel Konkurrenz man für ein Schlüsselwort hätte und macht ein Angebot. Das ist aber nicht, wie Suchmaschinenoptimierung funktioniert.

 

Auf den falschen Schlüsselwörtern basierende SEO-Kampagnen sind nämlich geradezu prädestiniert, schlechte Platzierungen in Suchmaschinen und wenig Zugriffe zu generieren. Allenfalls werden sie sogar von Google bestraft.

 

Folglich ist eine neue Strategie nötig, die mehr als nur die Suche nach den richtigen Schlüsselwörtern beinhaltet. Fügen Sie Ihrer Palette die folgenden 4 wichtigen Punkte hinzu:

  1. Hören Sie Ihrer Zielgruppe zu

Vermarkter, die sich mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) beschäftigen, stellen sich regelmässig die folgenden Fragen:

  • Was kann ich von einer SEO-Kampagne erwarten?
  • Wann werde ich die Resultate davon sehen?

Wenn man diese Worte allerdings im Google Keyword Research Tool sucht, dann entsprechen die aufgezeigten Ideen für Schlüsselwörter nicht der eingegebenen Frage. Die traditionelle Suchweise findet für die Kombination schlichtweg keine Angaben.

 

Das kann allerdings nicht der Realität entsprechen, denn die Fragen stellen sich Vermarkter ja regelmässig. Es sind die grundlegendsten Fragen überhaupt in der Suchmaschinenoptimierung! Google jedoch erkennt dieses Interesse der Zielgruppe nicht.

 

Allerdings ist es auch nicht überraschend, dass für die lange Kombination von Schlüsselwörtern keine Resultate gefunden werden. Schliesslich wurden Google Kampagnen traditionellerweise mit ungefähr 5 Schlüsselwörtern aufgesetzt – sogenannte Long-Tail Keywords generieren zwar genauere Suchresultate, werden aber auch weniger oft aufgerufen.

 

Die als „relevant“ aufgezeigten Schlüsselwörter sind überraschenderweise nicht wirklich relevant. Das mag daher kommen, dass sie auf Werbeanzeigen basiert sind, während wir aber Schlüsselwörter für die Suchmaschinenoptimierung suchen.

 

Die Lehre daraus? Vertrauen Sie den Suchresultaten im Keyword Research Tool nicht übermässig. Finden Sie statt dessen die Themen, mit denen sich Ihre Zielgruppe tatsächlich beschäftigt. Dabei können Schlüsselwörter helfen. Ein Tool wie Buzzsumo hilft jedoch, die tatsächlich interessanten Themen für Ihre Industrie zu finden.

  1. Finden Sie heraus, was Ihre Nutzer wollen

Ein Schlüsselwort ist wie ein Code. Es besteht aus einer Anzahl im Suchfeld zusammen gewürfelter Buchstaben, mit denen Informationen und Antworten in der Suchmaschine gesucht werden. Google weiss das. Auch, dass der Schlüssel zum Erfolg darin liegt, über diesen Code die Informationen und Antworten anzuzeigen, die die Nutzer tatsächlich wollen.

 

Wenn ein Nutzer zum Beispiel nach dem Begriff „Lohnabrechnung“ sucht, dann können hierfür mehrere Antworten in Betracht kommen. So könnte es sich bei der gewünschten Antwort um eine Definition, einen Anbieter zur Lohnabwicklung, ein Programm oder aber um einen Buchhalter handeln. Nutzer haben bei der Suche nach diesem Begriff unterschiedliche Absichten.

 

Suchmaschinen sind darauf konzipiert, die richtige Antwort zu erraten. Sie investieren endlose Stunden und grosse Geldsummen, um Algorithmen zu entwickeln und Daten zu analysieren, durch welche die Nutzerabsichten richtig erraten werden können.

 

Die zwei üblichen Absichten für Internet-Suchen sind, etwas Neues zu lernen oder aber etwas zu kaufen. Die Suchmaschine versucht also herauszufinden, was der Nutzer will und spuckt Resultate anhand von Erfahrungswerten aus.

 

Es lohnt sich also, nach Schlüsselworten zu suchen und zu ergründen, ob mehr Seiten zum „Lernen“ von einem Sachverhalt oder aber mehr Möglichkeiten zum „Kauf“ aufgezeigt werden.

 

Wenn die Absicht häufiger ist, etwas zu einem Schlüsselwort zu lernen, dann sollten Sie informative Inhalte erstellen, die den Käufer nicht vordergründig zum Kauf anregen. Sollte bei einem Schlüsselwort aber klar werden, dass Nutzer offenbar eher ein Produkt kaufen wollen, dann sollten Sie die Seiten optimieren, auf welchen dieses gekauft werden kann.

  1. Gruppieren Sie Schlüsselwörter

Die Liste von Schlüsselwörtern wird sich natürlich weiterentwickeln und wachsen. Es lohnt sich jedoch, sie strategisch zu betrachten und in Kategorien zu gruppieren.

 

Selbstverständlich greift jede Marke stark ähnliche Schlüsselwörter auf, die sehr ähnliche oder sogar dieselben Resultate bringen.

 

Indem ähnliche Schlüsselwörter in gemischten Gruppen kombiniert werden, kann eine wirkungsvollere Content Strategie geplant werden. Artikel mit oberflächlichen und mit Schlüsselwörtern vollgestopften Inhalten gehören damit der Vergangenheit an.

  1. Bieten Sie klare und umsetzbare Inhalte an

Wann immer Sie Schlüsselwörter für Suchmaschinenoptimierung suchen, sollten Sie Ihr oberstes Ziel nicht vergessen. Ganz egal, ob Sie mit Ihren Inhalten die Verkäufe steigern, Leads generieren oder das Markenbewusstsein steigern wollen: das erklärte Ziel sollte es sein, die besten Inhalte Ihrer Branche zu erstellen. Denn diese sind für Ihre Käufer interessant und machen Sie im Internet auffindbar.

 

Wenn Sie eine Präsentation für einen Kunden machen, dann können Sie diese Inhalte ganz einfach in einer Kurzfassung zusammenfassen und so auf gut recherchierte Empfehlungen geben.

 

Die Recherche nach Schlüsselwörtern ist nie abgeschlossen

 

So lange Worte zur Kommunikation genutzt werden, werden Schlüsselwörter für eine gute Suchmaschinenoptimierung unabdingbar sein. Mit der stetigen Änderung der Suchmaschinen sowie wechselnden Erwartungen der Kunden ändert sich auch, was im SEO Resultate bringt.

 

Die Recherche nach Schlüsselwörtern ist nach wie vor wichtig. Es ist jedoch noch wichtiger, herauszufinden, was Ihre Zielgruppe will und ihr wirklich brauchbare Inhalte zu bieten!

So finden Sie die tatsächlichen Suchvolumen Ihrer Schlüsselwörter heraus

Viele haben im Bezug auf Suchmaschinenoptimierung wahrscheinlich bereits für sich heraus gefunden: die Zahlen, die das Google Keyword Tool für bestimmte Schlüsselwörter (Keywords) anzeigt, nicht verlässlich sind.

 

Es ist schlichtweg mehr notwendig, um das tatsächliche Potenzial und Suchvolumen zu ermitteln. Wenden Sie die folgenden Schritte an, um zu verstehen, welche Schlüsselwörter und Schlüsselwort-Kombinationen tatsächlich die meisten Zugriffe auf Ihre Webseite bringen:

  1. Verwenden Sie mehrere Tools, um soviele passende Schlüsselwörter wie möglich zu finden

Die Resultate des Google Keyword Tools decken nur eine geringe Bandbreite aller möglichen Schlüsselwörter ab. Zuallererst sind wir allerdings darin interessiert, soviele gute Kombinationen und Ideen wie möglich zu finden. Geben Sie Schlüsselwörter ein und suchen nach zusätzlichen Ideen und Kombinationen. Nutzen Sie auch SEMrush, SpyFu und testen, welche Vorschläge in der Google-Suche für bestimmte Schlüsselwörter aufkommen.

  1. Setzen Sie für ausgewählte Schlüsselwort-Kombinationen AdWords Kampagnen auf

Nun gilt es, herauszufinden, welche Schlüsselwörter und Kombinationen besonders gut abschneiden. Ebenso wollen Sie das Suchvolumen ermitteln. Wählen Sie ein kleines Set ausgewählter Schlüsselwörter und bieten darauf per AdWords. Leiten Sie Besucher dieser Inserate auf speziell erstellte Landeseiten (Landing Pages) zu verschiedenen Themen Ihrer Industrie weiter und messen die Zugriffe auf die Seiten.

 

Idealerweise lässt man diese Inserate für mindestens 10-15 Tage online, um ein verlässliches Datenset zu erhalten, das nicht von Feiertagen oder sonstigen Vorkommnissen verfälscht ist. Wenn Sie das Budget dazu haben, dann machen Sie das für einen kompletten Monat, um sogar noch mehr Daten zu erhalten.

 

Am Ende dieser Übung wissen Sie nicht nur, was die tatsächlichen Suchvolumen für die Schlüsselwörter und Kombinationen sind – Sie haben auch eine gute Vorstellung davon, wieviel jedes Einzelne davon kostet.

  1. Basierend auf den gefundenen Daten sind genauere Analysen möglich

Durch die gefundenen Daten können nun für die Schlüsselwörter folgende Angaben aufgeschlüsselt werden:

  • Schwierigkeit
  • Wachstumsrate
  • Relativer Wert
  • Rendite
  • Potenzial

Gratulation, Sie wissen nun mit grösster Sicherheit, welche Schlüsselwörter es zu wählen gilt, welche Inhalte funktionieren (und wie anspruchsvoll sie zu erstellen sind), ob und wie sie Ihre Nutzer ansprechen und welches das Wachstumspotenzial ist. Damit sind Sie wesentlich besser dazu fähig, Ihre Webseite für Suchmaschinen zu optimieren und die bestmöglichen Resultate zu erzielen.

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