Die Zukunftspläne von Google

von Maxi

Allgemein

Was Planen wohl die “Too big to fail” Unternehmen? Nehmen wir uns Mal Google unter die Lupe. Was planen sie für die Zukunft? Was steht alles auf ihrer Agenda und können wir schon etwas erahnen? Aktuell redet jeder über die häufigen Algorithmus-Updates bei Google und die Veränderungen der Suchresultatseiten, aber Google besteht nicht nur aus der Suchmaschine.

 

Das erste Quartal 2020 ist endlich um! Ich weiss, es fühlte sich an wie ein ganzes Jahr, doch waren es nur die ersten 3 Monate, vollgepackt mit News aus der ganzen Welt!

 

Coronavirus,Waldbrände in Australien, Erdbeben in der Türkei, Überflutungen in Italien, Iran Konflikt, und …… es hört nicht mehr auf. Ich bin mir sicher, dass viele von uns, nie in den Sinn gekommen wäre, dass wir jemals eine solche Situation mit Quarantäne & Coronavirus erleben würden.

 

Es ähnelt einem alten Sci-Fiction Film 🙂 Mit diesen vielen Ereignissen im 1. Quartal 2020 sind wohl auch viele unserer Neujahresansätze und Pläne für 2020 “etwas” in den Hintergrund geraten. Die Trainings und Kurse wurden durch Netflix und Gaming ersetzt, die Diäten und Fitness Aktivitäten mit Home Delivery und einer schönen Flasche Wein mit der Familie. Obwohl Corona uns enorm beeinträchtigt, gibt es wie in jeder Situation auch Vor- und Nachteile.

 

In dieser Krisenzeit verbringen wir viel mehr Zeit mit der Familie, wir achten auf unsere Nächsten, wir engagieren uns für die Community und investieren mehr Zeit in Freundschaften und Hobbys. Einige haben es sicherlich auch geschafft den Fokus zu behalten und den Plan für 2020 tadellos durchzuziehen – RESPEKT 🙂 Was für uns als Privatpersonen schwierig ist, fällt einigen Unternehmen deutlich leichter. Grosse Konzerne Arbeiten tagein und  tagaus an der Umsetzung ihrer Pläne.

 

Was Planen wohl die “Too big to fail” Unternehmen? Nehmen wir uns Mal Google unter die Lupe. Was planen sie für die Zukunft? Was steht alles auf ihrer Agenda und können wir schon etwas erahnen? Aktuell redet jeder über die häufigen Algorithmus-Updates bei Google und die Veränderungen der Suchresultatseiten, aber Google besteht nicht nur aus der Suchmaschine.

 

Das Google Imperium hat mittlerweile eine ganze Armada von Unternehmen und Services, welche mit der Suchmaschine verbunden sind. Google hat reichlich Pläne für die Zukunft und einige davon werden definitiv auch uns betreffen, wie privat so auch im geschäftlichen Umfeld und sich eindeutig auf die Marketingstrategien von morgen auswirken.

 

Nun stellt sich die Frage, was sind diese Nicht-Algorithmus-Änderungen? Bevor ich nun auf diese Frage näher eingehe, sage ich im Voraus schon, dass vielen einige Punkte nicht gefallen werden, aber anstatt sich darüber zu ärgern, würde ich raten, die Energie in etwas anderes zu stecken, und zwar, wie man sich diesen Veränderungen erfolgreich stellt und anpassen kann. Hier sind die TOP 6 Zukunftspläne von Google, los gehts…

Nr. 1: Führungskräfte von Google setzen auf „Ambient Computing“

Was ist Ambient-Computing?  Ein Ambient Computing-System ist ein Software- & Hardware Netzwerk, das eine Vielzahl von Rechner- und netzwerkfähigen Geräten koordiniert, um deren Einsatz in Heim- und Geschäftsumgebungen zu erleichtern.

 

Eine Vielzahl von Geräten (Computern, Netzwerken, Internet of Things u.v.m.) können dann über ein einziges Betriebssystem gesteuert werden. Dies bedeutet, dass alles, was uns umgibt, miteinander verbunden ist und synchronisiert agiert, ohne dass wir proaktiv darauf wirken müssen.

 

 

Google’s Vision für Ambient-Computing:

 

„Unsere Vision für das Ambient-Computing ist es, zu Hause, auf der Arbeit oder unterwegs eine einheitliche Erfahrung zu schaffen“, sagt Rick Osterloh, Hardware-Leiter von Google.

 

Kurz gefasst, Google möchte seine Nutzer überallhin begleiten. Somit können sie von überall auf alle Dienste zugreifen – bei der Arbeit, zu Hause und unterwegs – und zwar mit einheitlichen Methoden und Befehlen. Die Google-Dienste sollen im Hintergrund verschwinden und so zuverlässig und unverzichtbar werden,  wie das fliessende Wasser.

 

 

Mit anderen Worten, Google möchte, dass wir es rund um die Uhr verwenden, egal wo wir uns befinden oder was wir gerade tun. Dies wird erreicht, indem sie ihre Produkte überall integrieren, ob auf Android-Geräte, Chromebooks, Smartwatches oder Google Home, egal wo, egal wann. Denn die Mission besteht darin, die Verwendung aller Google-bezogenen Produkte zu verbreiten.

 

 

Somit eröffnen sich auch neue Möglichkeiten den Traffic zu steigern und mehr Geld zu verdienen. Ein gutes Beispiel ist die Erstellung von Apps auf Mobilgeräten, die auf Android-Smartphones funktionieren, wie z.B.: Uber, Netflix oder Candy Crush. Die Mehrheit in der Schweiz nutzt täglich über 10 Apps am Tag und dabei haben die meisten Unternehmen noch keine “eigene” App. Die Welt der Endgeräte wächst enorm

nr 1 fuehrungskraefte von google setzen auf ambient computing

 

Aktuell gibt es ungefähr 2 Millionen mobile Apps und über 13 Milliarden mobile Geräte. Natürlich sind viele dieser Geräte alt oder sind schon lange auf Mülldeponien gelandet. Dennoch gibt es noch lange nicht so viele Apps wie Mobile Endgeräte, besonders wenn man bedenkt, dass es über 1.518.207.414 Webseiten gibt. Mit anderen Worten befasst, es gibt 759-mal mehr Webseiten als Apps, deshalb ist eine eigene App, vielleicht doch nicht so eine schlechte Idee.

Nr. 2: Zukünftige Generationen sind hauptsächlich an Google-Geräten gebunden

Hast du ein Chromebook? Wahrscheinlich nicht, oder? Doch die neue Generation auf der Welt wächst gerade mit diesen Chromebooks an. Chromebooks sind nicht nur preislich lukrativ, sondern sie sind dabei die Welt zu erobern, zumindest wenn es um die neuen Generationen geht: Millennials und Generation Z. Anbei eine Auflistung der Prozentsätze der Schulen an, die Chromebooks verwenden.

nr 2 zukuenftige generationen sind hauptsaechlich an google geraeten gebunden

 

In einigen Ländern, wie die USA, verwenden 60% der Schulen Chromebooks. Wie du selber merkst, ist das ein erstaunlich hoher Prozentsatz. Apple hat übrigens auch versucht, in Klassenräume einzudringen, aber sie hatten nicht den gleichen Erfolg wie Google. Das bedeutet, dass Kinder mit Google-Geräten aufwachsen und sich mit dem  “Google Ökosystem” auskennen und die Service auch nutzen.

Nr. 3: Google wird jemanden kaufen, der im E-Commerce eine grosse Rolle spielt

Wenn du an E-Commerce denkst, welcher Name fällt dir gerade ein? Ich wette, du denkst gerade an Amazon oder Digitec. Wir alle nutzen Amazon oder Digitec und natürlich möchte jedes grosse Technologieunternehmen einen Teil des E-Commerce-Marktes beanspruchen. Generell klicke ich direkt auf die Amazon oder Digitec-Einträge, wenn ich Suchmaschinen Suche um etwas online zu kaufen, weil mein individueller Account mir extrem viel Zeit und Mühe erspart.

 

 

Google versucht schon seit Jahren, einen Marktanteil zu erobern. Von Einkaufsaktionen bis zu Google Shopping war das alles nicht wirklich effektiv. Das hat auch damit zu tun, dass wir uns als Verbraucher gewöhnt haben bei BRANDS zu kaufen! Bisher hat Google keinen weiteren Schritt in diesen Markt gesetzt bzw. noch keinen Player eingekauft und in die Alphabet Gruppe eingegliedert. Doch sei dir sicher – dass kann sich sehr sehr schnell ändern.

 

 

Google überlegt von dutzenden Möglichkeiten auf dem Markt einen etablierten Player zu erwerben, wie z.B. einen  einen Lebensmittellieferanten wie Instacart zu kaufen, welches Business Modell extrem beliebt ist bei allen grossen Konzernen – den täglichen Bedarf von Millionen von Menschen handzuhaben,  doch meiner Meinung nach, denkt Google schon einen Schritt weiter und sie bleiben im Software Bereich.

 

 

Ich denke sie werden indirekt im grossen E-Commerce Rennen einsteigen und alle grossen Player konkurrenzieren (sie haben ja schon alle Daten :)). In dem sie Unternehmen helfen, werden sie ihre eigenen E-Commerce Shops erstellen. Egal ob Shopify, BigCommerce oder WIX sie möchten unbedingt am Rennen teilnehmen und das im ganz grossen Stil. Wenn du Produkte online verkaufen willst, musst du ganz klar langfristig auf Google sein 🙂

Nr. 4: Google wird die Hardware-Branche dominieren

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Damit ist nicht gemeint, dass sie etwas Besseres als ein iPad oder ein iPhone schaffen werden. Denn Apple ist im Kern ein Hardware-Unternehmen und ist eindeutig das Beste, wenn es darum geht, einzigartige Geräte zu produzieren. Aber, es gibt ein grosses Problem mit Apple- und sogar Samsung Geräten. Was kann dieses Problem sein?

 

 

Ganz einfach, sie sind extrem teuer. Wenn du ein brandneues iPhone kaufen möchtest, musst du mit einem Startpreis von 530 CHF für das Modell “Iphone 8” und 1299 CHF für “Iphone 11Pro” rechnen. Auf der anderen Seite hat Google auch High-End-Geräte, doch sie versuchen im Markt auch mit kostengünstigen Geräten Fuss zu fassen.

 

 

Doch am wichtigsten ist, sie limitieren ihre Plattform nicht auf ihre eigene Hardware sondern lassen  andere Hersteller ihr Betriebssystem für ihre Smartphones verwenden. Ihr Ziel ist es nicht viel Geld pro Endgerät zu verdienen, sondern alle Menschen auf der ganzen Welt dazu zu bringen, ihre Plattform und Betriebssysteme zu nutzen. Und wieso tun sie das?

 

 

Sie tun das, damit sie mehr Daten sammeln und so den grössten Teil des Geldes aus Werbung generieren können, weil die Geräte, die die Leute nutzen, alle zu den mit Anzeigen gefüllten Suchmaschine führen. Tja, ein sehr kluger Schachzug von Google. Ich kann dir nur empfehlen das genauer anzuschauen … Sie verwenden diese Strategie nicht nur mit ihren Smartphones, sondern bei allen neuen IOT (Internet of Things) Geräten.

 

 

Nur auf dieser Weise können sich die meisten Menschen auf der ganzen Welt diese Produkte vernetzen. Wenn du in Brasilien oder Indien lebst, ist ein Kauf von einem Apple oder Samsung Gerät unvorstellbar und deshalb entscheiden sich viele Menschen für ein Google Gerät oder Geräte von anderen regionalen Herstellern, welche auch in den meisten Fällen, die Google Betriebssystem oder Plattformen nutzen.

 

 

Da nur 5% der gesamten Menschheit in den USA leben, ist der globale Markt riesig und im stetigen Wachstum. Wenn du dir also Gedanken machst, auf welcher Plattform du aufbauen möchtest, ziehe Google in Betracht, denn der Marktanteil von Android liegt aufgrund seiner leistbaren Hardware und Partnerschaften bei rund 87%.

hardware-und-partnerschaften

Nr. 5: Google Ads werden auch offline geschaltet

Ausgaben für Online Marketing haben im Jahr 2017 ganz klar die traditionellen Werbungen in der Schweiz überholt (Statistik des Jahres 2017).

 

Man sieht, dass in der Online Werbung viel investiert wird, jedoch wird Google bald nicht nur in der Online-, sondern auch in der Offline-Werbung eintauchen. Google besitzt in seiner Armada von Unternehmen eine grosse Anzahl von relevanten Services, welche tagtäglich besser in der Landschaft integriert werden. Zum Beispiel besitzt Google den Uber Konkurrenten Waymo, welcher immer beliebter wird.

nr 5 google ads werden auch offline geschaltet 1

Mit Waymo, Smartphone, Smartwatch, Android, Google Chrome und Co. weiss Google ganz klar wohin die Reise geht und kann somit individuell Anzeigen anpassen. Sie können damit besser und effizienter werben und somit einen Ausgleich zwischen Offline- und Online-Anzeigen erbringen. In der Schweiz etablieren sich schon erste Unternehmen in diesem Markt und vernetzen die Online und Offline Welt für ihre Nutzer und Partner.

 

 

Einer der wichtigsten und erfolgreichsten Unternehmen ist Nau.ch / Life Systems AG, welche mehr als 6’200 Screens in 2’800 Standorten in der Schweiz haben und täglich mehr als 2’200’000 Zuschauer erreichen. Damit können sie Menschen besser und effizienter ansprechen. Zukünftig wird damit auch der Wert bzw. die Kosten von Offline- und Online-Anzeigen erhöht.

Nr. 6: Suchergebnisse werden in Zukunft nicht gleich wie heute ​​aussehen

Du wirst diese Änderung wahrscheinlich am meisten hassen, aber das Gute daran ist, dass sie die Suchmaschine benutzerfreundlicher macht. Momentan testen sie zurzeit viele verschiedene Anzeigetypen. Als Unternehmen kannst du beispielsweise Leads über Google sammeln.

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Und schliesslich kannst du ein Hotelzimmer direkt in der Suchmaschine buchen, ohne die Website des Hotels aufzurufen.

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Gleiches gilt für Hypotheken, Autoversicherungen und viele andere Branchen.

Das bedeutet aber nicht, dass SEO keinen Wert mehr hat oder keiner mehr von der Suchmaschine direkt auf deine Webseite gelangt, sondern nur, dass du dich diesen Veränderungen anpassen musst.

Fazit

Die Zukunft wird anders aussehen. Unternehmen wie Tesla, Netflix oder Amazon sind nicht die einzigen, die innovativ sind, die meisten sind es.

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Das ist der einzige Weg, um erfolgreich voranzugehen und als Gewinner ans Ziel zu gelangen,  sich den Nutzern anzupassen und sich stets neu zu entwickeln. Wenn du dich schnell anpasst, während deine Konkurrenz schläft, gehörst du zu den Gewinnern!

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